Böse Spiele Rimini Sparta wird durch die Geschichte dreier Menschen sofort zu einem Bild der Zeit, in der wir leben, einer kranken Welt, in der jeder hoffnungslos allein und dazu bestimmt zu sein scheint, niemals die ersehnte Ruhe zu finden. Auf der Diagonale’23.
Eine starke innere Kampf ist der eigentliche Kern von Sparta. Ewald lacht, wenn er mit Kindern spielt. Langsam aber sicher verwandelt sich sein Lachen in Weinen. Ein Schrei, den niemand bemerkt, der nur im Auto oder im Altersheim, wo sein Vater ist, zum Ausdruck kommt. Subtile Details, die mehr sagen als tausend Worte. Ulrich Seidl (und der exzellente Georg Friedrich) geben all dies perfekt wieder und zeigen uns, wie der Protagonist in Wirklichkeit das einzige wirkliche Opfer seiner eigenen Schwächen ist. Auf der Viennale 2022.
Dekadenz und Modernität finden in Corsage eine gute Kombination. Die Kostüme und die eleganten Räume von Schönbrunn schaffen einen Gegenpol zur Popmusik. Gleichzeitig hat sich Marie Kreutzer für eine klassische Inszenierung entschieden, so dass sich der Zuschauer ausschließlich auf die magnetische Protagonistin, meisterhaft gespielt von Vicky Krieps, konzentrieren kann. Bei den Filmfestspielen von Cannes 2022.
Moneyboys – wie junge Männer, die sich prostituieren, in China genannt werden – ist ein wütender Schrei gegen ein System, das zu groß und mächtig ist. Moneyboys ist das Bild einer verlorenen Liebe, eines tiefen Schuldgefühls, eines verzweifelten Wunsches zu leben, zu träumen, zu lieben. Auf der Viennale 2021.
Der Mensch vor dem Genie. Genau das will David Teboul in seinen Filmen herausstellen. Und so verbindet in Sigmund Freud – Jude ohne Gott die Erzählstimme – das einzige Element, das nicht Teil des Archivmaterials ist – einfach einen Text mit einem anderen, um die Inszenierung fließend zu gestalten. Eine besondere Inszenierung, die aus Archivmaterial besteht, das so bearbeitet wurde, dass es einem Spielfilm ähnelt.