Europa erzählt nicht eine, sondern viele Geschichten von ebenso vielen Menschen, die in ebenso vielen unterschiedlichen Realitäten auf ein und demselben Kontinent erleben. Ein außerordentlich aktueller Film, der viel komplexer und vielschichtiger ist, als er auf den ersten Blick erscheinen mag. Auf der Viennale 2023.
Macondo beschäftigt sich mit zahlreichen Themen. Während wir Zeugen der Schwierigkeiten von Ramasans Familie werden, sich in die österreichische Gesellschaft zu integrieren, konzentriert sich die Regisseurin langsam auf die Geschichte des jungen Protagonisten, auf das Bedürfnis, zu etwas Stabilem und Beruhigendem zu gehören und auf den Wunsch, die Wahrheit über eine Vergangenheit zu erfahren, über die man noch zu wenig weiß.
Im Bazar der Geschlechter, der zweite Dokumentarfilm der österreichisch-iranischen Regisseurin Sudabeh Mortezai (international bekannt durch den Spielfilm Joy, ausgezeichnet bei den Filmfestspielen von Venedig 2018), geht es um eine Realität, die nur wenige kennen: Die Praxis der Zeit-Ehe. Worum handelt es sich konkret?
Wenn man auf die Filmgeschichte zurückblickt, kann man nicht umhin, die große Anzahl österreichischer Regisseurinnen zu bemerken, die dazu beigetragen haben (und immer noch beitragen), eine immer reichere und vielfältigere Filmographie zu schaffen, die zwar nicht sehr bekannt, dafür aber unglaublich vielfältig und voller Überraschungen ist.
Joy zeigt uns die Realität, wie sie ist, ohne jede Versüßung, aber gleichzeitig versteht der Film es, geschickt mit den Emotionen des Zuschauers zu spielen, auch indem er uns die vielen Gewaltepisoden, die die Mädchen erleiden müssen, (nicht) zeigt.