Karl Hartl ist es gelungen, Wolfgang Amadeus Mozart würdig zu ehren. Sein Film Wen die Götter lieben – der kürzlich vom Filmarchiv Austria restauriert und auf dem Kanal Filmarchiv On dem Publikum präsentiert wurde – besitzt die große Fähigkeit, uns auch heute noch, viele Jahre nach seiner Entstehung, mit seiner ganzen visuellen und kommunikativen Kraft zu beeindrucken.
Dank seiner Weitsicht und der Anmut und Sorgfalt, mit der er realisiert wurde, ist Immer wenn ich glücklich bin heute ein wahres Juwel des Films der Vergangenheit. Ein Film, der zum Nachdenken anregt, aber auch etwa anderthalb Stunden Lachen und Unbeschwertheit schenkt.
Geschrieben und gedreht vor allem für den Schauspieler Hans Moser, ist Meine Tochter lebt in Wien eine lustige Verwechslungskomödie, die sich überwiegend an einem Ort abspielt, dabei aber eine dynamische und durchdachte Regie aufweist.
Das Kind der Donau ist ein heiterer, fröhlicher und – auch metaphorisch – herrlich bunter Spielfilm. Der erste Farbfilm in der österreichischen Filmgeschichte.
Annie Rosar hat im Laufe ihres Lebens in etwa hundert Filmen mitgewirkt. Und obwohl sie bereits in der Stummfilmzeit in der Filmbranche tätig war, war sie mit dem Aufkommen des Tonfilms im Gegensatz zu vielen ihrer Kolleg:innen noch erfolgreicher.
In Wir bitten zum Tanz findet man alle typischen Elemente des Wiener Films und damit eine zweifellos angenehme und gut geschriebene Geschichte, wenn auch sehr einfach und mit praktisch keiner Nebenhandlung.
Mozart zeichnet sich durch eine besonders sorgfältige Inszenierung und eine hinreichende Aufmerksamkeit für die Liebesqualen der beiden jungen Protagonist:innen aus. Die Regie hätte jedoch mehr Nähe zu den Figuren selbst gebraucht, um ihre inneren Konflikte, die sich aus den schwierigen Entscheidungen, die sie treffen müssen, ergeben, besser darzustellen. Im Wettbewerb bei den Filmfestspielen von Cannes 1956.
Die Tat des Andreas Harmer ist ein äußerst feiner Film noir, in dem – wie schon der großartige Fritz Lang 1926 in Metropolis gezeigt hatte – die klare Trennung zwischen Gut und Böse auf zwei Ebenen durch die Schauplätze gut dargestellt wird, seien es die Keller eines Gebäudes und die Kanalisation der Stadt oder ein sonniger Park an einem heißen Sommertag.
Die Szene, in der sich die als Dienstmänner verkleideten Schauspieler Hans Moser und Paul Hörbiger mit dem Tragen eines schweren Koffers abmühen, gehört zu den berühmtesten Sketchen der österreichischen Filmgeschichte. Dies ist eine der Szenen aus der Verwechslungskomödie Hallo Dienstmann, bei der Franz Antel 1951 Regie führte.