Die Deutschmeister ist ein Meilenstein des nostalgischen österreichischen Films, der es versteht, Geschichte in eine rhythmische und visuell faszinierende Operette zu verwandeln, die gleichzeitig unterhält und dem Zuschauer eine Flucht aus dem Alltag ermöglicht.
Wenn man bedenkt, dass Wien, du Stadt meiner Träume gegen Ende der 1950er Jahre entstand, als man bereits seit längerem versuchte, die nationale Kinematografie in andere Richtungen zu lenken, wird deutlich, warum dieser Film als „nostalgisch“ angesehen werden kann. Willi Forst wollte hier eine aufrichtige Hommage an seine Stadt, aber auch an eine für die österreichische Filmgeschichte entscheidende Epoche schaffen. Restauriert vom Filmarchiv Austria und präsentiert auf dem Kanal Filmarchiv On.
Karl Hartl ist es gelungen, Wolfgang Amadeus Mozart würdig zu ehren. Sein Film Wen die Götter lieben – der kürzlich vom Filmarchiv Austria restauriert und auf dem Kanal Filmarchiv On dem Publikum präsentiert wurde – besitzt die große Fähigkeit, uns auch heute noch, viele Jahre nach seiner Entstehung, mit seiner ganzen visuellen und kommunikativen Kraft zu beeindrucken.
Katharina, die Letzte – kürzlich vom Filmarchiv Austria restauriert und auf dem neuen Kanal Filmarchiv On wieder dem Publikum präsentiert – ist ein einzigartiger Spielfilm in der österreichischen Filmgeschichte. Ein modernes Märchen, eine einzigartige Version von Aschenputtel, die sich stark von den damaligen österreichischen Produktionen unterscheidet.
Mit Lumpacivagabundus ist es Géza von Bolváry gelungen, die Essenz einer zeitlosen Geschichte einzufangen. Eine Geschichte, die auch heute noch aktueller denn je ist und uns zwischen den Gags auch berühren kann.
Silhouetten ist ein besonders interessantes und feines Werk in Reischs Filmografie und im österreichischen Film der 1930er Jahre. Zu diesem Anlass ließ sich der Regisseur von einer anderen wichtigen Künstlerin begleiten: Der deutschen Regisseurin und Animationsfilmerin Lotte Reiniger. Mitreißende Musik, elegante Tanzkostüme und ein Opernhaus voller begeisterter Zuschauer haben eine magnetische Wirkung auf das Publikum.
Zweifellos ist die Geschichte, die E. W. Emo in Die Puppenfee inszeniert hat, nicht besonders originell. Man könnte sogar behaupten, dass der Spielfilm heute eine besondere historische Bedeutung erlangt hat, weil er einer der Filme ist, in denen Romy Schneiders Eltern in ihrer Jugend mitgewirkt haben. Doch trotz allem muss man eine gewisse Anmut und Eleganz in der Inszenierung der zarten Liebesgeschichte zwischen den beiden jungen ProtagonistInnen anerkennen.
Episode zeichnet sich vor allem durch seine besonders elegante Inszenierung aus. Eine stilistische Anmut, die sich als perfekt passend zu einer zarten, aber mutigen Geschichte erweist, die den Weitblick von Walter Reisch selbst sofort erkennen lässt. Coppa Volpi für Paula Wessely bei den Filmfestspielen von Venedig 1935.
Maskerade wurde 1934 im Wettbewerb der Filmfestspiele von Venedig präsentiert und gewann den Preis für das beste Drehbuch. Der Film hält sich an den Kanon des Wiener Films durch eine Geschichte, die in der Welt des Großbürgertums spielt, seinen Prunk, seine üppigen Kostüme und seine Musik. Doch sowohl Willi Forst als auch der Drehbuchautor Walter Reisch wollten dem Werk eine andere Richtung geben und mit dem Finger auf eine heuchlerische und dekadente Gesellschaft zeigen. So wie es seinerzeit Arthur Schnitzler getan hatte.
Es ist nicht verwunderlich, dass der Spielfilm 1. April 2000 (eine unterhaltsame Fantasy-Politsatire unter der Regie von Wolfgang Liebeneiner) genau 1952 (sieben Jahre nach dem Ende des Weltkrieges und nur drei Jahre vor dem österreichischen Staatsvertrag, der unter anderem die Neutralität Österreichs proklamierte) entstand.