Filmgenre: Historienfilme

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HELDENKANZLER

In Heldenkanzler wird die beunruhigende Figur des Engelbert Dollfuss vorgestellt, dessen Stimme die letzten Jahre seines Lebens erzählt. Zweidimensionale Zeichnungen, ein ständiges Schwarz-Weiß, das nur gelegentlich durch das Rot der nationalsozialistischen Fahne oder ein paar andere Details „verunreinigt“ wird, stellen die Stimmung der 1930er Jahre perfekt dar.

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CORSAGE

Dekadenz und Modernität finden in Corsage eine gute Kombination. Die Kostüme und die eleganten Räume von Schönbrunn schaffen einen Gegenpol zur Popmusik. Gleichzeitig hat sich Marie Kreutzer für eine klassische Inszenierung entschieden, so dass sich der Zuschauer ausschließlich auf die magnetische Protagonistin, meisterhaft gespielt von Vicky Krieps, konzentrieren kann. Bei den Filmfestspielen von Cannes 2022.

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RAFFL

Christian Berger inszeniert wichtige moralische Fragen, ohne zu urteilen. Und sein Raffl kann zu Recht als ein lebendiger, pulsierender Spielfilm bezeichnet werden, als ein Spielfilm, der zugleich einfach und komplex ist. Ein zeitloser Spielfilm.

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LICHT

Nordrands extremer Realismus weicht hier einer tadellosen Eleganz. Und auch wenn man nostalgisch auf die Vorstädte blickt, die im Spielfilmdebüt der Wiener Regisseurin so gut erzählt werden, muss man anerkennen, dass Licht einen starken Charakter zeigt.

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RADETZKYMARSCH

In Axel Cortis Radetzkymarsch (nach dem plötzlichen Tod des Regisseurs von Gernot Roll fertiggestellt) liegt parallel zur Parabel auf die österreichisch-ungarische Monarchie ein besonderer Fokus auf der Vater-Sohn-Beziehung und auf dem, was sich die beiden Protagonisten nie sagen konnten. Alles ist gut dargestellt, dank der hervorragenden Leistungen der Darsteller, aus denen vor allem der großartige Max von Sydow hervorsticht.

radetzkymarsch-1964-kehlmann-kritik

RADETZKYMARSCH

Ein beunruhigendes Gefühl von Tod und Klaustrophobie durchzieht den gesamten Radetzkymarsch (Michael Kehlmann, 1964), eine Verfilmung von Joseph Roths gleichnamigem Roman. Die Habsburgermonarchie erscheint uns als eine Art goldener Käfig. Ein Käfig, in dem Carl Joseph und sein Vater Franz, die Protagonisten des Films, gefangen sind.