Kategorie: 90er

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L’ARRIVÉE

Die Kinoleinwand ist völlig weiß. An den Seiten kann man deutlich die Löcher des Films sehen. Und plötzlich befinden wir uns in L’Arrivée mitten im Bahnhof. Ein Zug, wie im Lumière-Film, fährt gerade ein. Was wird jetzt passieren?

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KINO IM KOPF

Kino im Kopf ist eine echte Liebeserklärung an Film in all seinen Formen. Und Film wiederum darf keineswegs elitär sein, sondern ist etwas, das jedem von uns gehört. Michael Glawogger wusste das sehr wohl.

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BIO-GRAPHICS

Bio-Graphics von Nana Swiczinsky ist eine einzigartige Autobiographie, die uns mit ihren manchmal ungewöhnlichen Formen und Farben sofort in ihren Bann zieht. Eine Liebeserklärung an die Kunst als treue Partnerin fürs Leben.

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DIE LETZTEN MÄNNER

In Die letzten Männer bleibt Ulrich Seidls Kamera ständig starr, indem sie uns die Protagonisten zeigt, während sie immer wieder von ihren Erlebnissen erzählen. Fast während der gesamten Dauer des Dokumentarfilms wird uns, wie so oft in seinen Werken, die Realität gezeigt, wie sie ist. Und indem sie sich so zeigt, wie sie ist, zeigt sie sich in ihrer ganzen Absurdität und Lächerlichkeit und erweist sich schließlich als viel gefährlicher, als es zunächst scheint.

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MALINA

Werner Schroeter hat mit Malina einen unglaublich aktuellen Spielfilm gedreht, der nicht nur das Patriarchat, sondern auch die gesamte, so hinterhältig heuchlerische Gesellschaft angreift. Ein stilistisch feiner Spielfilm, der all den außergewöhnlichen Frauen, die daran mitgearbeitet haben, huldigt. Auf dem K3 Film Festival 2023, als Hommage an Libgart Schwarz und Ingeborg Bachmann.

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OUTER SPACE

Peter Tscherkassky hat uns in Outer Space noch einmal gezeigt, wie Kino selbst immer wieder anders konnotiert werden kann, wie ein Film durch geschickten Schnitt zu einem völlig neuen Werk werden kann, wie einfach es ist, bereits existierende Bilder nach Belieben zu formen. Und so entpuppt sich sein Werk sofort als ein höchst provokativer, fast irreverenten Film, was die siebte Kunst selbst betrifft.

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ERWIN UND JULIA

In Erwin und Julia scheint es jedem der Protagonist:innen tatsächlich nie zu gelingen, seine Träume zu verwirklichen. Trotz aller Möglichkeiten, die die Stadt Wien bietet. Erwin, Wolf, aber auch Claudia und Karin leben fast in einer Art Schwebezustand, wohl wissend, was sie werden wollen, aber irgendwie unfähig, ihre Ziele zu erreichen. Und wenn ihre eigenen Ziele in Wirklichkeit nur Illusionen sind?

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FUNNY GAMES

Funny Games (Michael Haneke, 1997) ist nicht einfach ein Angriff auf die großbürgerliche Welt. In Funny Games ist der gesellschaftliche Diskurs zwar präsent, wird aber irgendwie marginalisiert. Es handelt sich vielmehr um ein subtiles metasprachliches Experiment, in dem vor allem eine sorgfältige Überlegung über die Inszenierung von Gewalt und über die Macht des Kinos, die Realität nach Belieben zu gestalten, um beim Zuschauer die unterschiedlichsten Emotionen zu wecken, zum Ausdruck kommen.

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SPEAK EASY

In Speak Easy spricht jemand mit jemandem am Telefon. Man könnte sogar sagen, dass dies ein Film über die Unkommunizierbarkeit ist. Jede/r Jugendliche hat seine/ihre eigene Sprache, die für Erwachsene oft unverständlich ist, und gleichzeitig wird jedes Gespräch durch das Telefon „gefiltert“.

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HÖHENRAUSCH

Höhenrausch ist ein kleines, feines filmisches Myriorama, mit dem uns der Filmemacher das Wesen Österreichs in Bezug auf zahlreiche Klischees, die in der ganzen Welt verbreitet sind, zeigen wollte. Auf den Ansichtskarten sieht man hin und wieder Berge, kleine Häuser, Kirchtürme, die über alles ragen, aber auch große grüne Wiesen und Seen. Und so bilden viele Postkarten eine einzige, durchgehende Landschaft.