AMS – Arbeit Muss Sein bevorzugt das Genre der Komödie, in der auch Action und Musik eine wesentliche Rolle spielen, um uns nicht nur die Emotionen, die die einzelnen Figuren jeweils durchleben, sondern auch eine wichtige Botschaft (die hoffentlich viele verstehen werden) zu vermitteln. Auf der Diagonale 2026.
In Gina lässt uns jede einzelne Kameraeinstellung nach und nach mit der jungen Protagonistin, einem unschuldigen Opfer, aber auch einem starken und entschlossenen Kind, das keine Angst hat, die Kontrolle über sein Leben zu übernehmen, um endlich glücklich zu sein, empathisieren. Auf der Diagonale 2025.
In Altweibersommer, dem Erstlingswerk von Pia Hierzegger, wird die Reise der drei Protagonistinnen sofort zur Metapher für eine tiefe und oft komplizierte innere Reise, an deren Ende man eine neue, schöne Art, das Leben zu verstehen, entdecken kann. Bei der Diagonale 2025.
Vielleicht in einem anderen Leben zeichnet sich durch eine wesentliche Inszenierung ohne Virtuosität aus, in der die klare theatralische Struktur des gesamten Werks besonders wertvoll ist.
Neue Geschichten vom Franz trifft ins Schwarze. Und das mit einer minimalen Laufzeit und einem fesselnden Schnitt, der ein Kompendium aus Freundschaft, Mut und Kohärenz, das für das Publikum, für das es bestimmt ist, sicherlich lehrreich und pädagogisch ist, auf die Kinoleinwand bringt.
Mein bester Feind ist ein Spielfilm mit internationalem Anspruch, der sich stark am amerikanischen Mainstream-Kino orientiert und insgesamt tadellos inszeniert ist. Der Zweite Weltkrieg und der Holocaust werden in Österreich in einem bedeutenden Film, der neben der Geschichte der beiden Freunde/Feinde und dem Krieg auch eine große Hommage an die Kunst und die Schönheit darstellt, erzählt.
Geschichten vom Franz zeichnet sich sofort durch eine äußerst einfache und direkte Erzählstruktur aus, die fast keine Nebenhandlungen enthält. Und wenn die Geschichte von Franz und seinen FreundInnen einerseits spannend und amüsant ist, so wünscht man sich andererseits ein paar mehr Wendungen und notwendige Vertiefungen zu einigen Nebenfiguren.
Mirjam Unger hat in ihrem wichtigen Maikäfer flieg dafür gesorgt, dass sich alles auf zwei verschiedenen Ebenen abspielt: Auf der einen Seite gibt es den Krieg, die Armut, die zerstörte Stadt und die Armee. Auf der anderen Seite steht Christl mit seiner Neugierde auf die Welt und seiner Lebensfreude.
Obwohl Aufschneider sofort durch seinen fernsehtechnischen Schreib- und Regieansatz auffällt, fließt alles insgesamt linear. Jedes Ereignis, jede Geschichte der Charaktere sind irgendwie miteinander verbunden. Oft aber auch auf eine allzu vorhersehbare Weise.
In Fallen inszeniert Barbara Albert eine starke Sehnsucht nach der Vergangenheit zusammen mit dem Wunsch, sich selbst zu finden. Und so vermeidet es die Regisseurin klugerweise, sich von einer übermäßigen Emotionalität vereinnahmen zu lassen und zeigt eine reife Klarheit in der Beobachtung der fünf Protagonistinnen. Eine Klarheit, die es schafft, dass wir uns langsam mit jeder einzelnen Figur identifizieren können.