Die Blutgräfin nimmt uns mit auf eine Reise, auf der wirklich alles passieren kann. Mit surrealistischen Figuren, witzigen und urkomischen Dialogen und „blutigen“ und wunderbar verstörenden Momenten schafft der Film auch eine aufrichtige Hommage an die Stadt Wien. Bei der Berlinale 2026, Sektion Berlinale Special Gala.
Dracula von Radu Jude ist ein stark satirischer und respektloser, aber auch unglaublich scharfsinniger und intelligenter Spielfilm, der sich schon in den ersten Einstellungen als „der Film, den man nicht erwartet“ präsentiert. Auf der Viennale 2025.
In 2551.03 – The End hat Norbert Pfaffenbichler den Diskurs noch aktueller gemacht, indem er Themen wie Mutterschaft und bedingungslose Liebe, aber auch Rache behandelt hat und dieser wichtigen Arbeit eine universelle Bedeutung gegeben hat. Auf der Diagonale 2025.
In Solvent hat Johannes Grenzfurthner keine Angst davor gehabt, zu wagen, uns die Realität durch eine mutige und innovative Inszenierung zu zeigen, in der Weitwinkelaufnahmen zusammen mit Splatter-Szenen, psychedelischen Lichtern und einer zunehmend hektischen Montage ein starkes Gefühl des Unbehagens vermitteln. Bei der Diagonale 2025.
Orlacs Hände zählt zu den wichtigsten spätexpressionistischen Filmen, mit einer starken Horrorkomponente und einem Charakter, der selbst an die modernsten internationalen Krimis erinnert. Robert Wiene hat einmal mehr Geschichte geschrieben.
In In 3 Tagen bist du tot 2 beschloss Andreas Prochaska, das Slasher-Genre zu verlassen und sich dem Backwood-Horror zu widmen, auch dank der eindrucksvollen verschneiten Schauplätze, die sofort ein starkes Gefühl der Desorientierung und Agoraphobie vermitteln.
Verwandlung, Entdeckung, Experimentieren. In Mara Mattuschkas ID gibt es all dies, und die Regisseurin selbst hatte Spaß an der Inszenierung dieses bizarren „Abenteuers“, indem sie zum ersten Mal mit digitalen Mitteln experimentierte, ihrem Kurzfilm aber dennoch eine Atmosphäre vergangener Zeiten verlieh.
Was uns bei Im Haus der alten Augustin sofort auffällt, sind die außergewöhnlichen Atmosphären, die typisch für das Kino der 1980er Jahre sind, von dem wir oft noch eine starke Nostalgie verspüren. Auf der Diagonale 2024.
In Angst verbindet sich ein realistischer und höchst innovativer Regieansatz, bei dem die Dialoge sehr spärlich und essentiell sind, mit Splatterszenen, die so sehr an das italienische Horrorkino der 1980er Jahre erinnern, die hier aber dennoch ihre eigene Erfüllung finden und eine starke, ausgeprägte Persönlichkeit offenbaren. Auf der Viennale 2023, im Rahmen der Retrospektive Keine Angst des Filmarchiv Austria.
Peter Tscherkassky hat uns in Outer Space noch einmal gezeigt, wie Kino selbst immer wieder anders konnotiert werden kann, wie ein Film durch geschickten Schnitt zu einem völlig neuen Werk werden kann, wie einfach es ist, bereits existierende Bilder nach Belieben zu formen. Und so entpuppt sich sein Werk sofort als ein höchst provokativer, fast irreverenten Film, was die siebte Kunst selbst betrifft.