Kategorie: 80er

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SYNTAGMA

In Syntagma von VALIE EXPORT ist der Körper der Frau und seine Beziehung zur Realität, die ihn umgibt, der Hauptdarsteller. Der Körper, der sich immer wieder an verschiedene Kontexte, an verschiedene Formen anpasst. Der Körper, der nur dank des Kinos die Möglichkeit hat, sich zu „befreien“, viele neue und unerwartete Deklinationen zu finden, ein neues Selbst zu entdecken.

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EINSVIERZIG

Einsvierzig zielt direkt auf das Wesentliche und führt durch die Erzählung über das Leben von Karl Wallner zu einem viel breiteren und komplexeren Diskurs. All dies, wie wir uns gut vorstellen können, mit dem charakteristischen Ansatz von Ulrich Seidl.

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DER MENSCH MIT DEN MODERNEN NERVEN

In Der Mensch mit den modernen Nerven haben Bady Minck und Stefan Stratil mit Formen und Details gespielt und eine wahre Hymne an die Schönheit und Kunst in all ihren Formen geschaffen. Zeit und Raum spielen dabei eine wichtige Rolle. Im Laufe der Zeit wurde das Projekt von Adolf Loos schließlich in einer völlig neuartigen Form realisiert. Im Raum – sowohl im Sinne des physischen als auch des filmischen Raums – findet sein Werk seine endgültige Erfüllung.

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EIN PERFEKTES PAAR

Ein perfektes Paar zeichnet sich vor allem durch die subtile Ironie und Selbstironie aus, die die Arbeiten von VALIE EXPORT seit jeher prägen. Die Protagonist:innen wirken fast wie Karikaturen, passen aber tatsächlich gut in einen Kontext, in dem Werbung und Kaufaufforderung eine zentrale Rolle spielen.

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KUGELKOPF

Kugelkopf von Mara Mattuschka zeigt uns den menschlichen Körper, der zu einer Art „Werkzeug“ geworden ist, Opfer einer Gesellschaft, in der Arbeit, Technologie und Kapitalismus den Wert des Menschen selbst für immer vergessen zu haben scheinen.

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WER WAR EDGAR ALLAN?

Wer war Edgar Allan? ist eine feine Detektivgeschichte mit Noir-Charakter, in der ein Venedig, das oft ganz anders ist, als wir es uns vorzustellen gewohnt sind, der perfekte Co-Star ist. Michael Haneke ist es perfekt gelungen, eine ebenso faszinierende wie komplexe und höchst kontroverse Geschichte zu inszenieren.

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NABELFABEL

In NabelFabel hat sich Mara Mattuschka für eine ebenso minimalistische wie äußerst experimentelle Inszenierung entschieden. Eine einfache Stop-Motion-Animation zusammen mit Großaufnahmen, Details von schreienden Mündern, die von Nylons bedeckt sind, und Zeichnungen, die direkt die verschiedenen Risse der Nylons nachzeichnen, vermitteln die Idee dessen, was die Regisseurin uns vermitteln wollte.

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KINDERFILM

In Kinderfilm weiß Peter Schreiner genau, was er dem Publikum vermitteln will, und er tut es auf einfache und direkte Weise, indem er die Bilder einfach für sich selbst sprechen lässt, so dass man sich sofort in diese Welt versetzt fühlt, in der die Zeit stillzustehen scheint.

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KIESELSTEINE

Lukas Stepanik erweist sich in Kieselsteine als besonders klug bei der Inszenierung einer Vergangenheit, die in Wirklichkeit nie gestorben ist, und bietet gleichzeitig eine sorgfältige und nie banale Analyse der Gesellschaft und der Welt, in der wir leben. Im Rahmen der Retrospektive Keine Angst vom Filmarchiv Austria.

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DICHT HINTER DER TÜR

Mansur Madavi hat es genossen, uns zu überraschen, zu verwirren und uns dazu zu bringen, uns vollständig mit seinem Protagonisten zu identifizieren. Dicht hinter der Tür ist ein Spielfilm, der einfach und komplex zugleich ist. Ein Spielfilm, der an das, was in der Vergangenheit gemacht wurde, anknüpft, aber dennoch seinen eigenen Weg findet und sich als wahre Perle des österreichischen Films erweist. Im Rahmen der Retrospektive Keine Angst vom Filmarchiv Austria.