Das Geheimnis der grauen Zellen kann zweifellos als autobiografischer Film betrachtet werden, aber auch – und vor allem – als ein Werk, das auf ironische und selbstironische Weise die faszinierende Kunstwelt in einer ihrer heikelsten Phasen erzählt.
In Vivus funeratus hat Stefan Stratil die Geschichte einer glamourösen Welt inszeniert, in der bloße Schönheit nichts anderes als minderwertiger Kunststoff ist, in der niemand wirklich so akzeptiert wird, wie er ist, in der das, was wir uns wünschen, nicht unbedingt das ist, was uns glücklich machen könnte.
In Der Mensch mit den modernen Nerven haben Bady Minck und Stefan Stratil mit Formen und Details gespielt und eine wahre Hymne an die Schönheit und Kunst in all ihren Formen geschaffen. Zeit und Raum spielen dabei eine wichtige Rolle. Im Laufe der Zeit wurde das Projekt von Adolf Loos schließlich in einer völlig neuartigen Form realisiert. Im Raum – sowohl im Sinne des physischen als auch des filmischen Raums – findet sein Werk seine endgültige Erfüllung.
Stefan Stratil, der schon immer mit neuen Filmsprachen durch bereits mehrfach angewandte Techniken experimentiert hat, hat sich nie gescheut, neue Wege zu gehen und zu wagen. Und in I’m a Star! ist es dem Regisseur gelungen, das Wesen der Liebes- und existenziellen Qualen des großartigen Frank Sinatra perfekt wiederzugeben.
Wenn wir über österreichische Animationsfilme nachdenken, ist die Aussage des Künstlers Stefan Stratil „Österreich ist eine Nation der Animationsfilme ohne Animationsfilme“ besonders bedeutsam. Kurz gesagt: Von allen Filmgenres wird der Animationsfilm in Österreich derzeit am wenigsten beachtet. Zumindest dem Anschein nach.