Ganz im Stil der gesamten Filmografie von Tizza Covi und Rainer Frimmel führt uns The loneliest Man in Town in eine Welt, zu der nur noch wenige Menschen gehören, eine Welt, die jeden Moment verschwinden könnte. Im Wettbewerb bei der Berlinale 2026.
La Pivellina ist eine zeitgenössische Fabel, die sich heute genauso ereignen könnte, wie sie sich gestern ereignet haben könnte. Eine zeitlose Fabel, die in einer Welt spielt, in der die Zeit selbst leider völlig begrenzt zu sein scheint.
Auf den Filmfestspielen von Venedig 2022 mit ihrem Dokumentarfilm Vera, haben uns Tizza Covi una Rainer Frimmel in den letzten Jahren wahre Perlen geschenkt. Eine davon ist Babooska, in der uns die Wirklichkeit so gezeigt wird, wie sie ist, ohne Filter, und die sich in ihrer normalen Einfachheit poetischer und eindrucksvoller denn je zeigt.
Vera ist nicht einfach ein Film mit Vera Gemma. Vera ist vor allem ein Film über Vera Gemma und für Vera Gemma. Die Protagonistin – mit ihrer auffälligen Kleidung und ihren langen blonden Haaren – ist einfach magnetisch und fesselt die Aufmerksamkeit des Zuschauers von den ersten Frames an, bevor sie sich dem Publikum mit all ihren Schwächen und ihrer unglaublichen Menschlichkeit zeigt.
In Aufzeichnungen aus dem Tiefparterre hat Rainer Frimmel eine Reihe von Filmen ausgewählt und bearbeitet, die der Krankenträger Peter Haindl zwischen 1993 und 1999 gedreht hat. Filme, in denen der Protagonist zunächst das Haus, in dem er lebt, zeigt und schließlich vor die Kamera tritt, um von seinem Alltag und seiner Einstellung gegenüber dem Leben und der Welt zu erzählen. So wie der Protagonist des berühmten Monologs Der Herr Karl, den Helmut Qualtinger und Carl Merz 1961 geschrieben haben.
Das ist Alles ist eine spannende und bewegende Reise zwischen Vergangenheit und Gegenwart, in der uns Fragmente des Alltags fast wie alte Fotografien gezeigt werden. Tizza Covi und Rainer Frimmel haben wieder einmal eine Realität auf die Leinwand gebracht, die fast zu einer eigenständigen Welt zu gehören scheint. Wie bei ihren Arbeiten üblich, wirkt das, was sie uns erzählen, wieder einmal wie ein Märchen.
Entlang der Biografie verdienter heimischer Filmschaffender denkt die Reihe Zur Person über österreichische Film- und Kinokultur nach. 2022 widmet sich das Filmprogramm vom 6. bis 10. April dem international preisgekrönten Duo Tizza Covi und Rainer Frimmel, das für Aufzeichnungen aus der Unterwelt zuletzt unter anderem mit dem Großen Diagonale-Preis Dokumentarfilm und damit zum insgesamt vierten Mal in einer Hauptkategorie des Festivals ausgezeichnet wurde.
Anlässlich der Viennale 2020 haben Tizza Covi und Rainer Frimmel ihren jüngsten Dokumentarfilm Aufzeichnungen aus der Unterwelt, der bereits für die Berlinale 2020 – Reihe Panorama – ausgewählt wurde, präsentiert. Cinema Austriaco hat sie getroffen und sie gebeten, etwas über ihren Film, ihren Werdegang und ihre Art, sich zur siebten Kunst zu verhalten, zu erzählen. Herausgegeben von Marina Pavido.
Fotografie und Film sind die Säulen des Dokumentarfilms Der Fotograf von der Kamera. Und wieder einmal lässt uns der unverwechselbare Regieansatz von Tizza Covi und Rainer Frimmel an einer Welt teilhaben, die wir bis vor kurzem nur flüchtig kannten.
Die Protagonisten von Aufzeichnungen aus der Unterwelt, das jüngste Werk der Dokumentarfilmer Tizza Covi und Rainer Frimmel, sind Gesichter von Menschen, die verschiedene historische Epochen durchlebt haben, Hände, die mit alten Kartendecks spielen, kleine gemütliche Zimmer in einem Gasthaus und fröhliche Chöre von alten Freunden, die alte traditionelle Wiener Lieder singen.