Filmgenre: Filmbiografie

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LICHT

Nordrands extremer Realismus weicht hier einer tadellosen Eleganz. Und auch wenn man nostalgisch auf die Vorstädte blickt, die im Spielfilmdebüt der Wiener Regisseurin so gut erzählt werden, muss man anerkennen, dass Licht einen starken Charakter zeigt.

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EROICA

Eroica passt in den Kanon des Wiener Films, in dem prächtige Kostüme und die Welt des Großbürgertums zu den Hauptdarstellern werden. Dennoch zeigt dieser wichtige Film von Kolm-Veltée eine ausgeprägte Persönlichkeit, die sich vor allem auf das Genie Beethovens konzentriert und mögliche Klischees gekonnt vermeidet.

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EGON SCHIELE: TOD UND MÄDCHEN

Es gibt viel zu tun im Umgang mit all den vielen Ideen, die uns das Leben dieses genialen Künstlers zu bieten hat. Man muss sie gut zu handhaben wissen, um ein Werk zu schaffen, das niemals vorhersehbar oder didaktisch ist, das ein leidenschaftliches Porträt eines der wichtigsten Künstler Österreichs zeichnet. Und dieses schwierige Unterfangen ist Dieter Berner bei seinem Film Egon Schiele: Tod und Mädchen perfekt gelungen.

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DIE TRAPP FAMILIE – EIN LEBEN FÜR DIE MUSIK

Ein Regieansatz, der an einen Fernsehfilm erinnert, ist der erste Aspekt, der einem beim Anschauen von Ben Verbongs Die Trapp Familie – Ein Leben für die Musik ins Auge springt. Eine stark überbelichtete Lichtgestaltung und ein schwaches Drehbuch, das sich stark auf bereits Bekanntes verlässt, gehören zu den schwächsten Elementen des gesamten Films.

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LILLIAN

In den 1920er Jahren versuchte die junge Lillian Alling, zu Fuß von New York nach Russland zurückzukehren. Der Film Lillian – unter der Regie von Andreas Horvath und produziert von Ulrich Seidl – wurde von ihrer Geschichte inspiriert. Das Ergebnis ist ein schmerzhafter, fesselnder und spannender Spielfilm. Bei den Filmfestspielen von Cannes 2019, im Rahmen der Directors‘ Fortnight.

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SISSI – SCHICKSALSJAHRE EINER KAISERIN

Das dritte Kapitel der erfolgreichen Filmsaga von Ernst Marischka, Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin, ist noch schwächer als Sissi – Die junge Kaiserin. In Anlehnung an die Struktur der vorangegangenen Werke wirkt der Film fast wie ein Übergangsfilm, vor allem wenn man bedenkt, dass ihm ein vierter Spielfilm hätte folgen sollen, was Romy Schneider selbst ablehnte.

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NORDWAND

Der Film Nordwand, eine Koproduktion zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz unter der Regie des deutschen Regisseurs Philipp Stölzl, verpasst es, interessante Aspekte auszuschöpfen. Das Endergebnis ist ein zu flacher Spielfilm, der fast wie ein Fernsehfilm wirkt.

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AMOUR FOU

Die Regisseurin Jessica Hausner ist eine der prominentesten österreichischen Filmemacherinnen der Gegenwart. Nachdem sie sich auf die Welt der Jugendlichen konzentriert und mit dem Horrorgenre experimentiert hatte, interessierte sich die Regisseurin für all die „Merkwürdigkeiten“, die die heutige Gesellschaft kennzeichnen. Das gilt für den Spielfilm Lourdes ebenso wie für den Film Amour Fou, den ersten Kostümfilm der Wiener Filmemacherin.