Wenn man bedenkt, dass Wien, du Stadt meiner Träume gegen Ende der 1950er Jahre entstand, als man bereits seit längerem versuchte, die nationale Kinematografie in andere Richtungen zu lenken, wird deutlich, warum dieser Film als „nostalgisch“ angesehen werden kann. Willi Forst wollte hier eine aufrichtige Hommage an seine Stadt, aber auch an eine für die österreichische Filmgeschichte entscheidende Epoche schaffen. Restauriert vom Filmarchiv Austria und präsentiert auf dem Kanal Filmarchiv On.
Zwischen Nouvelle Vague und Post-Neorealismus ist es Georg Lhotsky mit Moos auf den Steinen gelungen, einen in der österreichischen Filmgeschichte völlig neuartigen Film zu schaffen. Kürzlich vom Filmarchiv Austria restauriert und auf dem neuen Kanal Filmarchiv On dem Publikum präsentiert.
Das Kind der Donau ist ein heiterer, fröhlicher und – auch metaphorisch – herrlich bunter Spielfilm. Der erste Farbfilm in der österreichischen Filmgeschichte.
Eine unerwartete Begegnung, eine falsche Identität, eine Reihe von Missverständnissen, die die unvorstellbarsten Situationen auslösen. Im Fall von Der Kongreß tanzt hat Franz Antel versucht, einen sicheren Weg zu beschreiten, indem er einen vergangenen Erfolg inszenierte, während er wenig Mut zeigte, etwas Neues zu erfinden.
Von Peter Turrini bis Kommissar Rex. Ein besonders intensives Leben voller Zufriedenheit, aber auch dramatischer Ereignisse, das des berühmten Schauspielers Fritz Muliar. Und sein Publikum hat den netten Mann, der es viele Jahre lang und oft auch mit seinen Kenntnissen der jiddischen Sprache zum Lachen brachte, bis heute nicht vergessen.
Produziert von der legendären Wiener Produktionsfirma Sascha-Film, Pionierin des Stummfilms und der ersten Tonfilme Österreichs, beweist die unterhaltsame Musikkomödie Die Abenteuer des Grafen Bobby auch die gute Harmonie zwischen einer Reihe von Schauspieler:innen mit Theater- und Musikausbildung.
Warum hab‘ ich bloß 2× ja gesagt? ist ein insgesamt vergnüglicher und zweifellos unterhaltsamer Spielfilm, auch dank des oft bewusst übertriebenen Kontrasts zwischen italienischer und deutscher Kultur. Und doch ist er aufgrund eines allzu schwachen Drehbuchs oft vorhersehbar und banal.
In Axel Cortis Radetzkymarsch (nach dem plötzlichen Tod des Regisseurs von Gernot Roll fertiggestellt) liegt parallel zur Parabel auf die österreichisch-ungarische Monarchie ein besonderer Fokus auf der Vater-Sohn-Beziehung und auf dem, was sich die beiden Protagonisten nie sagen konnten. Alles ist gut dargestellt, dank der hervorragenden Leistungen der Darsteller, aus denen vor allem der großartige Max von Sydow hervorsticht.
Muttertag – der Debütfilm von Harald Sicheritz – zeichnet sich trotz einer oft allzu fragmentierten Handlung durch eine gute Charakterisierung der österreichischen großbürgerlichen Gesellschaft aus und ist zu einem echten Kultfilm des österreichischen Films geworden.