Filmgenre: Noir

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DAS EWIGE LEBEN

In Das ewige Leben ist niemand wirklich unschuldig. Und so wie die Schulden aus der Vergangenheit ans Licht kommen, entdeckt man langsam, dass auch derjenige, den man anfangs für einen völlig negativen Charakter hielt, doch eine zarte und liebevolle Seite hat.

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MANN IM SCHATTEN

Das Wien von Mann im Schatten ist ein düsteres, obskures Wien, Zeuge der schrecklichsten Verbrechen, die Carol Reed in Der dritte Mann so gut dargestellt hatte. Und Regisseur Arthur Maria Rabenalt war der Aufgabe, ein grausames Verbrechen zu inszenieren, durchaus gewachsen und ließ sich von Reeds eigenem Kino, vom deutschen Expressionismus und von den legendären Detektiven wie Herkules Poirot oder Inspektor Columbo inspirieren.

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GEISSEL DES FLEISCHES

In vielerlei Hinsicht an amerikanische und französische Noirs erinnernd, lehnt sich Geißel des Fleisches an eine Reihe von Spielfilmen an, die in Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg produziert wurden und in denen erstmals – ähnlich wie in Italien mit dem Neorealismus – die Armut und die zahlreichen moralischen und materiellen Auswirkungen des Krieges auf die Bevölkerung behandelt wurden.

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DAS MANIFEST

Antonis Lepeniotis hat in Das Manifest durch einen minimalistischen Regieansatz eine Welt inszeniert, in der es keine Rücksicht auf den Menschen und seine Freiheit gibt. Eine Welt, in der die Polizei die Kontrolle über alles hat. Eine Welt, in der es scheinbar keine Hoffnung auf eine bessere Zukunft gibt und in der man sich in einem Teufelskreis eingeschlossen fühlt.

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KOMM, SÜßER TOD

Mit intelligenter Ironie und einer starken Polemik gegen das staatliche Gesundheitswesen hat der Film Komm, süßer Tod von Wolfgang Murnberger als Protagonist (gespielt von einem unersetzlichen Josef Hader) eine Art unfreiwilligen Helden, einen Mann, der lebensmüde ist und sich dem Alkohol und dem Rauchen hingibt. Ein Mann, der unbedingt seine Einsamkeit vergessen will. Und der Regisseur schreckt nicht davor zurück, uns das Schlimmste der Gesellschaft zu zeigen.

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REVANCHE

Für die Protagonisten von „Revanche“ von Götz Spielmann gibt es, wie so oft in den Werken des österreichischen Regisseurs, scheinbar keinen Weg der Rettung. Und ein solcher religiöser kosmischer Pessimismus hat eine universelle Konnotation, die jede historische Periode betrifft.