AUFPUTZT IS‘
Aufputzt is’ ist ein Film, der durch eine hervorragende Besetzung und Gags vielschichtiger und reichhaltiger wird und uns sofort an einen anderen großen Weihnachtskultfilm der österreichischen Filmgeschichte denken lässt: Single Bells.
Aufputzt is’ ist ein Film, der durch eine hervorragende Besetzung und Gags vielschichtiger und reichhaltiger wird und uns sofort an einen anderen großen Weihnachtskultfilm der österreichischen Filmgeschichte denken lässt: Single Bells.
80 Plus behandelt heikle und komplexe Themen auf eine niemals banale oder rhetorische Weise, indem er jede heuchlerische Konvention angreift und vor allem eine große, unerwartete Freundschaft mit einem liebevollen und sensiblen Blick auf ältere Menschen inszeniert.
Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott, unter der Regie von Andreas Prochaska, ist eine gut geschriebene Komödie, die sich durch Wortspiele und Proxemik auszeichnet, was zu einer zeitlosen Komik führt.
Düstere Atmosphären, öde Landschaften und zwischenmenschliche Beziehungen voller brennender Geheimnisse sind die absoluten Protagonisten in Dunkle Wasser. Die Brüder Riahi haben ihrerseits ein tadelloses und vielschichtiges Drehbuch inszeniert, dessen Highlight die Figuren der beiden Detektive sind. Auf der Diagonale’23.
Mit Mermaids don’t cry hat die Regisseurin Franziska Pflaum eine Art zartes und symbolisches zeitgenössisches Märchen geschaffen, in dem eine magnetische Protagonistin eine Art postmoderne Heldin auf ihrem (oft schwierigen) Weg zu einem neuen Selbstbewusstsein darstellt. Auf der Diagonale’23.
Der Trafikant ist zweifellos ein fesselnder Spielfilm, der sich aber in den vielen Pfaden, die er einschlägt, verliert und dadurch an Charakter verliert. Und nicht einmal die Teilnahme von Bruno Ganz oder ein Cameo-Auftritt der großartigen Erni Mangold können viel bewirken.
Äußerst komplexe moralische Fragen bringen Geheimnisse und Groll zum Vorschein, während sie gleichzeitig Anlass zu gnadenloser Rache geben. Risiken und Nebenwirkungen inszeniert all dies auf eine Art und Weise, die niemals banal ist (auch und vor allem dank des Theaterstücks von Stefan Vögel, von dem er inspiriert ist), und erweist sich als ein Film, der gleichzeitig tiefgründig und unterhaltsam ist, der aber gerade wegen des besonderen Regieansatzes eher für das Fernsehen geeignet scheint.
In Der weiße Kobold sehen wir ein unerwartetes Wien. Ein Wien, das zum Leben erwacht, wenn alle schlafen. Ein glänzendes und glitzerndes Wien, aber auch das Reich der Unterwelt, in dem das Geld die absolute Hauptrolle zu spielen scheint, auch und vor allem dann, wenn die Liebe zur Kunst und zur Schönheit herrschen sollte. Auf der Diagonale’22.
Man kann nicht alles haben ist eine amüsante, aber oft zu vorhersehbare Verwechslungskomödie. Michael Kreihsl hat die schöne Stadt Graz zu einem weiteren Protagonisten, zu einem Zuschauer vieler Komplotte, aber auch von zarten Liebesgeschichten gemacht.
Obwohl Aufschneider sofort durch seinen fernsehtechnischen Schreib- und Regieansatz auffällt, fließt alles insgesamt linear. Jedes Ereignis, jede Geschichte der Charaktere sind irgendwie miteinander verbunden. Oft aber auch auf eine allzu vorhersehbare Weise.