Kategorie: 70er

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AUF AMOL A STREIK

In Auf amol a Streik konzentriert sich die Kamera von Josef Aichholzer und Ruth Beckeremann direkt auf die Arbeiter. Der auf 16 mm gedrehte und vollständig in Schwarzweiß gehaltene Dokumentarfilm enthält Aufnahmen, die von den RegisseurInnen direkt bei Arbeiterversammlungen oder beim Betreten der Fabrik gemacht wurden, sowie Einzelbilder der Fabrikchefs und kurze Animationseinlagen des verstorbenen Manfred Deix. Auf der Viennale 2022 im Rahmen der Retrospektive Österreich real.

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TOILETTE

Toilette ist die Betrachtung einfacher Alltagsgesten, die Wiederentdeckung neuer Rhythmen, die Wertschätzung der eigenen Person und des menschlichen Körpers, das Konkrete wird abstrakt und vice versa. Die Schwarz-Weiß-Bilder sind lebendiger denn je. Gesten und Details werden zu reinem Kino. Kino und Film im Film. Auf der Diagonale’22.

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GESCHICHTEN AUS DEM WIENERWALD

Geschichten aus dem Wienerwald spielt in den frühen 1930er Jahren, erzählt aber eine Geschichte, die auch heute oder sogar morgen passieren könnte. Zwei Schauspieler führen das Publikum in die Ereignisse der Protagonisten in den Gärten des Belvedere ein. Die Kamera von Maximilian Schell zeigt dann einen Mann, der uns den Rücken zuwendet, während die Sonne untergeht. Dieses Bild wird im Laufe des Films immer wieder auftauchen, zusammen mit zahlreichen Totalen und Panoramaaufnahmen, die notwendig sind, um eine gewisse Distanz zu wahren.

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SCHATTEN UND LICHT

Schatten und Licht ist eine wahre Perle des österreichischen Films. Der Spielfilm ist perfekt in einen Kontext eingebettet, in dem eine Gruppe junger Filmemacher ein völlig neuartiges Kino schaffen wollte, das endlich frei von den Diktaten ist, die die österreichische Filmproduktion in den vergangenen Jahrzehnten geprägt hatten.

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ALKESTE – DIE BEDEUTUNG, PROTEKTION ZU HABEN

Die griechische Mythologie ist der Protagonist von Alkeste – Die Bedeutung, Protektion zu haben, einer Geschichte über Liebe und Tod, die in einem ungewöhnlichen – aber äußerst poetischen – Wien der 1970er Jahre spielt. Und so wird Euripides‘ Alkeste hier nie banal oder vorhersehbar inszeniert, mit einem Regieansatz, der fast an die französische Nouvelle Vague erinnert.

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DIE GELBE NACHTIGALL

Die gelbe Nachtigall stellt einen Wendepunkt in der Filmografie von Franz Antel dar. Tatsächlich hat der Regisseur bei dieser Gelegenheit seinen ersten Fernsehfilm gedreht, gleichzeitig ist er aber irgendwie in die Vergangenheit zurückgekehrt. Es handelt sich um eine Art Rückkehr zum glorreichen Wiener Film, der zu Beginn seiner Karriere so wichtig war.