Filmgenre: Dramen

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CORSAGE

Dekadenz und Modernität finden in Corsage eine gute Kombination. Die Kostüme und die eleganten Räume von Schönbrunn schaffen einen Gegenpol zur Popmusik. Gleichzeitig hat sich Marie Kreutzer für eine klassische Inszenierung entschieden, so dass sich der Zuschauer ausschließlich auf die magnetische Protagonistin, meisterhaft gespielt von Vicky Krieps, konzentrieren kann. Bei den Filmfestspielen von Cannes 2022.

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STILLLEBEN

Stillleben ist keineswegs ein „einfacher“ Film. Im Gegenteil, jede kleinste Facette der Persönlichkeiten der ProtagonistInnen wird von der Kamera von Sebastian Meise auf eine Weise wiedergegeben, die niemals rhetorisch oder vorhersehbar ist. Die Großaufnahmen ihrer Gesichter, die Geständnisse, die Gespräche im Auto oder auf einem Bahnsteig, aber auch die extremen Gesten geben jedem von ihnen Menschlichkeit.

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DIE VIER IM JEEP

Die Vier im Jeep zeichnet sich nicht nur durch ein hervorragendes Drehbuch aus, sondern auch durch einen Ansatz, der sowohl an den französischen Noir als auch an das Hollywood-Kino jener Zeit erinnert, durch elegante und willkommene Ironie und durch eine unmögliche Liebesgeschichte. Auf der Diagonale’22.

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PARA:DIES

Para:Dies ist ein äußerst feines und intelligentes Werk. Ein Spielfilm, der in seiner Fähigkeit, die menschliche Seele zu erforschen, sehr an das Kino der Nouvelle Vague erinnert, der aber gleichzeitig seine eigene Form wählt und eine ausgeprägte Persönlichkeit offenbart. Auf der Diagonale’22.

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LUZIFER

Luzifer zeichnet sich nicht nur durch seine exzellente Raum- und Bildgestaltung aus, sondern auch durch eine tiefgründige Symbolik und eine gewisse Zweideutigkeit, die wir von den ersten Minuten an wahrnehmen. Auf der Diagonale’22.

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BOOMERANG

In Boomerang finden wir alle Konstanten der Filmografie von Kurdwin Ayub. Auch hier erkennt man einen bewussten und sehr reifen Ansatz in einer jungen Geschichte über junge Menschen. Eine leichte und zugleich tiefgründige Geschichte. Eine sehr persönliche Geschichte, die durch den innovativen Blick der Regisseurin sofort universelle Konnotationen annimmt. Auf der Diagonale’22.

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THE BASTARD KING

The Bastard King hat das Potenzial, ein interessanter Spielfilm zu werden, der einen innovativen Regieansatz und eine gelungene Mischung aus Realität und Fiktion aufweist. Bestimmte ästhetische Lösungen haben ihn jedoch oft didaktisch, kitschig und ausgesprochen unglaubwürdig gemacht. Auf der Diagonale’22.

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WANDER

Rosa Friedrich hat mit Wander einen lebendigen, pulsierenden, aufrichtigen und leidenschaftlichen Spielfilm geschaffen, in dem die Bilder von jungen Menschen, die sich im Gras ausruhen, die Grashalme wie Musikinstrumente spielen lassen, die friedlich mit Tieren koexistieren, zu seiner größten Besonderheit werden. Auf der Diagonale’22.

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LOUIS VAN BEETHOVEN

In Louis van Beethoven sehen wir keinen Komponisten am Werk. Wir sehen nicht den kreativen Prozess, der zur Entstehung einiger seiner berühmtesten Kompositionen führte. Kein Endergebnis, sondern das, was im Grunde dazu geführt hat. Eine zweifellos gute Idee, die Niki Steins Spielfilm jedoch zu einem allzu schwammigen Werk macht, in dem der Regisseur selbst seinem Protagonisten und seinem Werk gegenüber zu distanziert wirkt.