In Osijek zur Zeit der Österreichisch-Ungarischen Monarchie konzentriert sich Ignaz Reinthalers Kamera vor allem auf die Menschen, auf den Einzelnen, stellt sich auf dessen Niveau, während sie den Stadtansichten und der Würdigung der gezeigten Orte nur wenig Raum widmet.
Schon in den ersten Jahren nach der Erfindung des Kinematographen gab es zahlreiche touristische Dokumentarfilme, die die Schönheit nicht nur Österreichs, sondern auch der Länder seines Reiches zeigen sollten. Und so entstand 1913 auch Menaggio am Comer See, der von der Sascha-Film produziert wurde.
Wenn wir uns Bozen mit dem Luftkurort Gries – einen der ältesten in Österreich produzierten Reise-Dokumentarfilme – anschauen, können wir herrliche Ausblicke auf die Stadt Bozen, den Ort Gries und die malerische Bergwelt genießen.
Vom Dokumentarfilm S. M. Kaiser Franz Joseph I. kehrt aus seiner Sommerresidenz Bad Ischl zurück – gedreht 1913 – ist nur ein fünfundzwanzig Sekunden langer Ausschnitt erhalten geblieben. Trotzdem erkennen wir die historische Bedeutung und den großen Reiz des Films.
Zu den Geburtstagsfeierlichkeiten S. M. Kaiser Franz Joseph I. in Ischl (1913) ist einer der bekanntesten Dokumentarfilme, der kurze Momente aus dem Alltag des Kaisers zeigt.
Ein Tag aus dem Familienleben des Erzherzogs Leopold Salvator (1913) wirkt trotz seiner für die damalige Zeit rudimentären Regie insgesamt sympathisch und angenehm, aber auch ironisch und selbstironisch. Bei der Viennale 2019, im Rahmen der Louise Kolm-Fleck gewidmeten Retrospektive.