Filmgenre: Experimentalfilme

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CANALE GRANDE

Lichter, Farben, extravagante Kostüme und stark paradoxe Situationen sind das Markenzeichen dieses wertvollen und originellen Canale Grande. Friederike Pezold scheut sich nicht, zu wagen, sich zu äußern, ihre Wut – immer mit einer willkommenen Ironie und Selbstironie – gegen die heutige Gesellschaft, gegen einen latenten Machismo und gegen das, was aus der Welt der Telekommunikation geworden ist, zu „schreien“. Bei der Diagonale 2021.

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2551.01

Wird es jemals Hoffnung auf Erlösung für diejenigen geben, die am Rande der Gesellschaft leben? Norbert Pfaffenbichler scheint davon eine klare Vorstellung zu haben. Aber vielleicht kann nur Liebe uns alle retten. Und das tut sie in 2551.01 auf eine Art und Weise, die niemals banal oder vorhersehbar ist, sondern jede mögliche Rhetorik gekonnt vermeidet. Inspiriert von Charlie Chaplins The Kid und präsentiert bei der Diagonale 2021.

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NIGHT FOR DAY

Night for Day beschäftigt sich nicht nur mit der Beziehung zwischen Mutter und Sohn. Night for Day ist viel mehr. Und im Laufe seiner kurzen Dauer zeichnet der Film die grundlegenden Etappen der jüngeren Geschichte Portugals auch durch zahlreiche Verweise auf die Filmwelt nach. Bei der Berlinale 2021, Reihe Forum Expanded.

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FAST FILM

Fast Film. „Fast ein Film.“ Oder „schneller Film“. So wollte Virgil Widrich sein kleines, wertvolles Werk nennen. Und neben einer wahren Liebeserklärung an die Filmgeschichte und die Filmwelt repräsentiert der Kurzfilm eines der vielen Gesichter des Filmschaffens selbst, in dem Stop-Motion und Computergrafik in perfekter Harmonie koexistieren.

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A PROPOSAL TO PROJECT IN SCOPE

In A proposal to Project in Scope hat sich Viktoria Schimid für einen minimalistischen Regieansatz entschieden, um uns eine Art Eden zu zeigen, eine ideale Welt, in der sich die unberührte Natur mit etwas vermischt, das der Mensch selbst geschaffen hat. Das Ergebnis ist eine totale, perfekte Harmonie. Eine Harmonie, die nur still beobachtet werden kann, ohne dass es Worte braucht. Eine Harmonie, die an das Kino von James Benning erinnert und die extrem ehrfürchtig gegenüber dem ist, was sie darstellen will.

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DIE ERSTEN TAGE

Mit Die ersten Tage wurde eine neue österreichische Filmbewegung geboren. Eine Filmbewegung, in der versucht wurde, vom nationalen Produktionskanon abzuweichen, mit neuen Filmsprachen zu experimentieren und nach neuen Wegen der Beziehung zur siebten Kunst zu suchen. Und so spielt Die ersten Tage in einem Niemandsland zwischen Gestern und Morgen und wird von der Vergangenheit inspiriert, um eine mögliche Zukunft zu erzählen.

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AD UNA MELA

Wichtige Verweise auf Literatur, Philosophie und die Filmwelt, eine federleichte Atmosphäre und ein willkommener Hauch von Surrealismus – zusammen mit Pastelltönen, die durch Super8-Aufnahmen noch verstärkt werden – geben das Wesen von Ad una Mela, dem Viennale 2020 Trailer, unter der Regie von Alice Rohrwacher, perfekt wieder.

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FALLS ICH ES SCHAFFE ODER PARDON MY DONKEY THUMBS

An Bezügen auf die Filmgeschichte mangelt es bei Falls ich es schaffe oder Pardon my donkey thumbs nicht. Und Pawel Szostak macht keinen Versuch, seine Faszination für die siebte Kunst zu verbergen, sondern scheint implizit zu behaupten, dass sie vielleicht die einzige Antwort auf vielen Fragen ist.