Regisseur: Ulrich Seidl

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EINSVIERZIG

Einsvierzig zielt direkt auf das Wesentliche und führt durch die Erzählung über das Leben von Karl Wallner zu einem viel breiteren und komplexeren Diskurs. All dies, wie wir uns gut vorstellen können, mit dem charakteristischen Ansatz von Ulrich Seidl.

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DIE LETZTEN MÄNNER

In Die letzten Männer bleibt Ulrich Seidls Kamera ständig starr, indem sie uns die Protagonisten zeigt, während sie immer wieder von ihren Erlebnissen erzählen. Fast während der gesamten Dauer des Dokumentarfilms wird uns, wie so oft in seinen Werken, die Realität gezeigt, wie sie ist. Und indem sie sich so zeigt, wie sie ist, zeigt sie sich in ihrer ganzen Absurdität und Lächerlichkeit und erweist sich schließlich als viel gefährlicher, als es zunächst scheint.

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PARADIES: GLAUBE

Paradies: Glaube zeigt uns nicht nur religiösen Fanatismus in einer seiner extremsten Formen. Nein. In Paradies: Glaube zeigt uns Ulrich Seidl vielmehr die praktizierte Religion in einer krankhaften Weise, indem man fast den Wert von Menschen zu vergessen scheint. Spezialpreis der Jury bei den Filmfestspielen von Venedig 2012.

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PARADIES: LIEBE

n Paradies: Liebe finden wir alle Konstanten des Kinos von Ulrich Seidl in einem zutiefst intelligenten, schmerzhaften und gnadenlosen Werk. Der Zynismus und die Heuchelei der Menschen, die Unterschiede zwischen den Gesellschaftsschichten, aber auch – und vor allem – eine tiefe Einsamkeit und ein verzweifeltes Bedürfnis nach Liebe sind die absoluten Protagonisten. Kann es jemals eine auch nur geringe Chance auf Erlösung geben? Daran scheint der Regisseur nicht zu zweifeln.

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KRIEG IN WIEN

Ein zynischer und desillusionierter Blick konzentriert sich vor allem auf die zahlreichen Paradoxien, die sich auftun, wenn uns verschiedene Realitäten nacheinander vorgeführt werden. Man lacht viel, man lacht fast von Anfang bis Ende, wenn man sich Krieg in Wien anschaut. Bei näherer Betrachtung ist das, was uns gezeigt wird, jedoch recht verstörend. Auf der Viennale 2022, Sektion Österreich real.

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SPARTA

Eine starke innere Kampf ist der eigentliche Kern von Sparta. Ewald lacht, wenn er mit Kindern spielt. Langsam aber sicher verwandelt sich sein Lachen in Weinen. Ein Schrei, den niemand bemerkt, der nur im Auto oder im Altersheim, wo sein Vater ist, zum Ausdruck kommt. Subtile Details, die mehr sagen als tausend Worte. Ulrich Seidl (und der exzellente Georg Friedrich) geben all dies perfekt wieder und zeigen uns, wie der Protagonist in Wirklichkeit das einzige wirkliche Opfer seiner eigenen Schwächen ist. Auf der Viennale 2022.

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HAKUNA MATATA

Mit nur wenigen einfachen Kameraeinstellungen und einem einzigen Satz, der immer wieder wiederholt wird, ist es Ulrich Seidl gelungen, den Kern seiner Filmografie zu vermitteln. In Hakuna Matata – Teil des kollektiven Projekts Venezia 70 Future Reloaded, das anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der Filmfestspiele von Venedig realisiert wurde – braucht es nichts anderes.

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DER BUSENFREUND

Mit Der Busenfreund hat uns Ulrich Seidl wieder einmal eine Figur geschenkt, die wir nicht so schnell vergessen werden. Eine Figur, die fast einer eigenständigen Welt anzugehören scheint und die – nach eigenen Aussagen des Regisseurs – nach dem Verzicht auf jegliche Form von Einkommen oder sozialen Beziehungen vielleicht sogar die Freiheit auf seine Weise gefunden hat.

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INTERVIEW MIT ULRICH SEIDL

Anlässlich der Diagonale 2022 präsentierte Regisseur Ulrich Seidl seinen Spielfilm Rimini, der als Bester Spielfilm ausgezeichnet wurde und bereits auf der Berlinale 2022 im Wettbewerb lief. Cinema Austriaco hatte die Gelegenheit, sich mit ihm zu unterhalten und mehr über seine Arbeit und seine Karriere zu erfahren. Herausgegeben von Marina Pavido.