Rotzbub ist ein äußerst kluger und reifer Spielfilm, der seine Stärke in der grotesken Komik findet. Das Porträt einer Welt – der des Karikaturisten Manfred Deix, aber auch derjenigen, die die Nachkriegszeit erlebt haben – die nie wirklich erloschen ist. Auf der Diagonale’22.
Trotz einer fesselnden Geschichte und ausgesprochen interessanter Ideen fällt Märzengrund durch einige wenig überzeugende stilistische und erzählerische Entscheidungen auf. Auf der Diagonale’22.
Luzifer zeichnet sich nicht nur durch seine exzellente Raum- und Bildgestaltung aus, sondern auch durch eine tiefgründige Symbolik und eine gewisse Zweideutigkeit, die wir von den ersten Minuten an wahrnehmen. Auf der Diagonale’22.
The Bastard King hat das Potenzial, ein interessanter Spielfilm zu werden, der einen innovativen Regieansatz und eine gelungene Mischung aus Realität und Fiktion aufweist. Bestimmte ästhetische Lösungen haben ihn jedoch oft didaktisch, kitschig und ausgesprochen unglaubwürdig gemacht. Auf der Diagonale’22.
In A Pile of Ghosts entwickelt die Regisseurin die Geschichte einer zukünftigen Stadt auf zwei Ebenen: Einerseits zeigt sie mit einem rein dokumentarischen Ansatz, was passiert, und lässt die Bilder für sich selbst sprechen. Auf der anderen Seite sind zwei Schauspieler die absoluten Protagonisten. Zunächst stellen sie sich uns beim Casting vor, später werden sie zu imaginären Bewohnern einer imaginären Stadt. Auf der Diagonale’22.
In re-GEO / rendering reconstructions of desire hat Michaela Schwentner die Quintessenz von Georgette Klein eingefangen, uns die Möglichkeit gegeben, die Künstlerin aus einem sehr intimen und persönlichen Blickwinkel kennenzulernen, und durch ihre Geschichte ein sehr aktuelles Thema behandelt, das eben die Frauen in der Gesellschaft, in der wir leben, betrifft. Auf der Diagonale’22.
Sehr gepflegt und gut gelegen ist nicht nur eine unterhaltsame Demonstration von Film im Film. Dieser wichtige Kurzfilm von Lukas Marxt und Jakub Vrba behandelt ein viel breiteres Thema mit Ironie und Nonkonformität, und zwar durch eine ungewöhnliche und innovative Inszenierung. Auf der Diagonale’22.
Room without a View ist ein schmerzhafter, heterogener, bunter Dokumentarfilm. Die Farben der Protagonisten, ihre Kleidung, ihre lebendige und pulsierende Kultur stehen in krassem Gegensatz zu den schäbigen Umgebungen, den weißen Korridoren ihrer Wohnräume, dem „lichtlosen“ Leben, das sie führen müssen. Auf der Diagonale’22.
Metanoia lässt sich offensichtlich von dem inspirieren, was in der Welt geschaffen wurde, strebt aber nicht um jeden Preis einen eigenen Stil an. Die Geschichte der Protagonistin und die Bilder, die wir auf der Leinwand sehen, nehmen fast die Form eines Bewusstseinsstroms an. Die junge Regisseurin lässt sich mit Reife und Bewusstsein von den Gedanken und Wahrnehmungen ihrer Hauptfigur mitreißen und gibt ihnen Form und Farbe.
Man kann nicht alles haben ist eine amüsante, aber oft zu vorhersehbare Verwechslungskomödie. Michael Kreihsl hat die schöne Stadt Graz zu einem weiteren Protagonisten, zu einem Zuschauer vieler Komplotte, aber auch von zarten Liebesgeschichten gemacht.