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Die Diagonale freut sich, im Namen des Franz-Grabner-Boards die Preisträger:innen für den Franz-Grabner-Preis 2025 bekannt geben zu dürfen, die heute im Rahmen eines Festaktes im Diagonale Forum im Heimatsaal im Volkskundemuseum gekürt wurden.
Von unserer Welt erzählen
Die Diagonale freut sich, im Namen des Franz-Grabner-Boards die Preisträger:innen für den Franz-Grabner-Preis 2025 bekannt geben zu dürfen, die heute im Rahmen eines Festaktes im Diagonale Forum im Heimatsaal im Volkskundemuseum gekürt wurden. Die Verleihung wurde vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport, dem FERNSEHFONDS AUSTRIA, der Film Commission Graz und dok.at unterstützt. Die Festrede hielt die Journalistin und Autorin Esther Kinsky, die festhielt: „Wir sind heute der Hyperschärfe einer Bilderflut ausgesetzt, in die es kaum noch etwas deutend und suchend einzulesen gibt. Die Überdeutlichkeit der Bilder gaukelt eine erschöpfende Darstellung der Welt vor. ‚Hier gibt es nichts mehr zu suchen‘ ist die Losung, mit der man weiter gewinkt wird. Umso tröstlicher zusehen, wenn die Kunst sich den Schatten und verwischten Spuren zuwendet.“.
Die Jury 2025, bestehend aus Solmaz Khorsand (Journalistin & Autorin, AT), Catherine Le Goff (ARTE, FR) und Claudia Müller (Regisseurin, DE), hat aus je drei nominierten Filmen in den Kategorien Fernsehdokumentarfilm / TV-Serie / Webformat sowie Kinodokumentarfilm je eine:n Filmeschaffende:n für deren im ethischen und moralischen Sinne verantwortungsvollen und glaubwürdigen Umgang mit dem Medium prämiert. Der Franz-Grabner-Preis wurde im Rahmen der Diagonale ’25 zum achten Mal vergeben und ist mit jeweils € 5.000 dotiert – gestiftet von AAFP und ORF. Das Preisgeld ist für die Entwicklung des Folgeprojektes der Preisträger:innen vorgesehen.
Ausgezeichnet in der Kategorie Fernseh-Dokumentarfilm / TV-Serie / Webformat:
| Lisa Marie Gotsche für Reclaim – Der Kampf um die Demokratie auf Tiktok |
„Der Film liefert auf überzeugende Weise Einblicke, in einen Kosmos, der auch für Social-Media Muffel jeden Alters zugänglich gemacht wird. Und er lässt uns nicht hoffnungslos zurück. Im Gegenteil. Er zeigt, wie der Gegenangriff aussehen kann. Diese Schlacht ist noch lange nicht geschlagen. Das Schlachtfeld muss nur reclaimed werden.“ — Auszug Jurybegründung
Weiters nominiert in dieser Kategorie waren Karl Kraus – Die Macht der Worte von Franz Gruber und Susanne Pleisnitzer und Verbotenes Begehren – Meilensteine queerer Geschichte von Fritz Kalteis.
Ausgezeichnet in der Kategorie Kino-Dokumentarfilm:
| Maria Lisa Pichler und Lukas Schöffel für Mâine Mă Duc – Tomorrow I Leave |
„Der Film öffnet uns die Augen für das was „arm“ und „reich“ bedeutet und nimmt uns mit auf eine Reise in ein wirtschaftlich armes Land und mitten in eine Familie,die uns vor allem darum ans Herz wächst, weil es dem Regieduo Maria Lisa Pichler, die auch für den Schnitt verantwortlich ist, und Lukas Schöffel, der die Kamera geführt hat, gelungen ist eine unaufdringliche Nähe herzustellen. Der Film verzichtet auf Sentimentalität, er führt uns keine Fakten vor und will nicht belehren.“ — Auszug Jurybegründung
Weiters nominiert in dieser Kategorie waren 24 Stunden von Harald Friedl und Favoriten von Ruth Beckermann.
„Es freut uns sehr, dass der Franz-Grabner-Preis zum bereits achten Mal im Rahmen der Diagonale verliehen werden kann. Der Namensgeber steht für hochwertigen Journalismus und einen politisch unabhängigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Ziel des Preises ist es, die Bedeutung des österreichischen Dokumentarfilms im Kino und Fernsehen zu stärken – und dabei sowohl künstlerische Qualität als auch kritisches, reflektiertes Denken zu würdigen“, so das Intendant:innen-Duo Dominik Kamalzadeh und Claudia Slanar.
Initiiert wurde der Franz-Grabner-Preis von Familie Grabner, AAFP, Film Austria, dem ORF und der Diagonale im Andenken an den ORF-Journalisten Franz Grabner (1955 – 2015). Prämiert wird ein im ethischen und moralischen Sinne verantwortungsvoller und glaubwürdiger Umgang der Filmschaffenden mit ihrem Medium. Er dient der Unterstützung österreichischer Dokumentarfilme und Dokumentationen für Kino und Fernsehen zu Themen aus Kultur, Gesellschaft, Politik oder Geschichte. Diese sollen sich kritisch mit gesellschaftlich relevanten Sujets befassen.
„Vor zehn Jahren starb unser Kollege Franz Grabner, der mit seiner Integrität und Menschenliebe wegweisend für viele war. Wir versuchen sowohl in der Doku-Redaktion als auch mit dem nach ihm benannten Preis seinen Weg und sein professionelles Vermächtnis weiterzuführen. Sein humanistisches Engagement und seine soziale Verantwortung gehören zu den Richtlinien der Auszeichnung. Die jährlich wechselnde Jury bringt immer frischen Wind in unser Board und auf unsere Sicht der Doku-Landschaft. In diesem Jahr sind die nominierten Filme sehr unterschiedlich, und zum ersten Mal erhält eine Web-Doku den begehrten Preis in der Kategorie TV & Web. Auch wenn heuer keine ORF-Produktion zum Zug gekommen ist, freue ich mich über die Wendung und Öffnung zu neueren Formaten, die die TV-Landschaft und unsere Arbeit mitprägen werden. Herzlichen Glückwunsch den Preisträgerinnen und dem Preisträger“, gratuliert Sharon Nuni, Ressortleiterin der ORF-TV-Kulturdokumentationen und in dieser Position Nachfolgerin Franz Grabners.
Cinema Austriaco gratuliert allen Gewinnern ganz herzlich!
