Kamera: Peter Zeitlinger

the-last-real-men-1994-die-letzten-manner-ulrich-seidl-recensione-review-kritik

DIE LETZTEN MÄNNER

In Die letzten Männer bleibt Ulrich Seidls Kamera ständig starr, indem sie uns die Protagonisten zeigt, während sie immer wieder von ihren Erlebnissen erzählen. Fast während der gesamten Dauer des Dokumentarfilms wird uns, wie so oft in seinen Werken, die Realität gezeigt, wie sie ist. Und indem sie sich so zeigt, wie sie ist, zeigt sie sich in ihrer ganzen Absurdität und Lächerlichkeit und erweist sich schließlich als viel gefährlicher, als es zunächst scheint.

erwin-and-julia-1990-erwin-und-julia-spielmann-recensione-review-kritik

ERWIN UND JULIA

In Erwin und Julia scheint es jedem der Protagonist:innen tatsächlich nie zu gelingen, seine Träume zu verwirklichen. Trotz aller Möglichkeiten, die die Stadt Wien bietet. Erwin, Wolf, aber auch Claudia und Karin leben fast in einer Art Schwebezustand, wohl wissend, was sie werden wollen, aber irgendwie unfähig, ihre Ziele zu erreichen. Und wenn ihre eigenen Ziele in Wirklichkeit nur Illusionen sind?

vergiss-sneider-1987-spielmann-kritik

VERGISS SNEIDER!

Bei Vergiss Sneider!, dem mittellangen Abschlussfilm von Götz Spielmann, spielt sich alles in einer zeitlosen Dimension ab. Und neben einem schwarzen Humor, neben einer pulsierenden Erotik, neben Figuren, deren Obsessionen auf die Spitze getrieben werden, schöpft die Inszenierung aus dem Absurden Theater, dem Kino von Roman Polanski und den Hollywood-Science-Fiction-Filmen der 1950er und 1960er Jahre.