Jahr: 2021

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DIE VERGANGENEN ZUKÜNFTE

Dank zahlreicher analoger Filme, die im Laufe der Jahre gedreht wurden, und dank der umfangreichen Verwendung von Archivmaterial und Dokumenten präsentiert sich Die vergangenen Zukünfte als ehrlicher und aufrichtiger Dokumentarfilm, der sofort durch seinen stark kontemplativen Regieansatz auffällt.

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RISIKEN UND NEBENWIRKUNGEN

Äußerst komplexe moralische Fragen bringen Geheimnisse und Groll zum Vorschein, während sie gleichzeitig Anlass zu gnadenloser Rache geben. Risiken und Nebenwirkungen inszeniert all dies auf eine Art und Weise, die niemals banal ist (auch und vor allem dank des Theaterstücks von Stefan Vögel, von dem er inspiriert ist), und erweist sich als ein Film, der gleichzeitig tiefgründig und unterhaltsam ist, der aber gerade wegen des besonderen Regieansatzes eher für das Fernsehen geeignet scheint.

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PETERCHENS MONDFAHRT

Peterchens Mondfahrt ist alles in allem ein unterhaltsamer, farbenfroher und manchmal auch adrenalingeladener Spielfilm für die ganze Familie. Ein international ausgerichteter Film, der allerdings sowohl vom Drehbuch als auch von der Umsetzung der CGI-Zeichnungen her stark unter dem Vergleich mit anderen Animationsfilmen, die inzwischen überall auf der Welt entstanden sind, leidet. Auf der Diagonale’22.

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MASKING THRESHOLD

Masking Threshold ist der Film, den man nicht erwartet. Ein hybrider Film, der nach einem anfänglichen dokumentarischen Ansatz in einem Crescendo aus Spannung und Komik nach und nach die Konnotationen eines Horrorfilms annimmt. Johannes Grenzfurthner hat sich stark an der modernen Sprache der sozialen Medien und insbesondere an Youtube orientiert. Sein Masking Threshold wird so gleichzeitig zu einer tiefgründigen, lustigen Überlegung über die Welt, in der wir leben, und über die Gesellschaft. Auf der Diagonale’22.

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ROTZBUB

Rotzbub ist ein äußerst kluger und reifer Spielfilm, der seine Stärke in der grotesken Komik findet. Das Porträt einer Welt – der des Karikaturisten Manfred Deix, aber auch derjenigen, die die Nachkriegszeit erlebt haben – die nie wirklich erloschen ist. Auf der Diagonale’22.

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LUZIFER

Luzifer zeichnet sich nicht nur durch seine exzellente Raum- und Bildgestaltung aus, sondern auch durch eine tiefgründige Symbolik und eine gewisse Zweideutigkeit, die wir von den ersten Minuten an wahrnehmen. Auf der Diagonale’22.

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THE BASTARD KING

The Bastard King hat das Potenzial, ein interessanter Spielfilm zu werden, der einen innovativen Regieansatz und eine gelungene Mischung aus Realität und Fiktion aufweist. Bestimmte ästhetische Lösungen haben ihn jedoch oft didaktisch, kitschig und ausgesprochen unglaubwürdig gemacht. Auf der Diagonale’22.

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A PILE OF GHOSTS

In A Pile of Ghosts entwickelt die Regisseurin die Geschichte einer zukünftigen Stadt auf zwei Ebenen: Einerseits zeigt sie mit einem rein dokumentarischen Ansatz, was passiert, und lässt die Bilder für sich selbst sprechen. Auf der anderen Seite sind zwei Schauspieler die absoluten Protagonisten. Zunächst stellen sie sich uns beim Casting vor, später werden sie zu imaginären Bewohnern einer imaginären Stadt. Auf der Diagonale’22.

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RE-GEO / RENDERING RECONSTRUCTIONS OF DESIRE

In re-GEO / rendering reconstructions of desire hat Michaela Schwentner die Quintessenz von Georgette Klein eingefangen, uns die Möglichkeit gegeben, die Künstlerin aus einem sehr intimen und persönlichen Blickwinkel kennenzulernen, und durch ihre Geschichte ein sehr aktuelles Thema behandelt, das eben die Frauen in der Gesellschaft, in der wir leben, betrifft. Auf der Diagonale’22.