Jahr: 2020

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WOOD

Der Dokumentarfilm Wood wurde von den drei Filmemacherinnen Ebba Sinziger, Michaela Kirst und Monica Lazurean-Gorgan gedreht und zeichnet sich durch einen hektischen Schnitt und eine Musik aus, die für ständige Spannung sorgt. Der Film besteht aus drei Blickwinkeln, die zu einer einzigen Schlussfolgerung zusammenlaufen. Sein Hauptziel ist es, die Welt auf die Gefahr bestimmter Realitäten aufmerksam zu machen.

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WOHNHAFT ERDGESCHOSS

Immer interessiert an einer Welt, die den meisten Menschen unbekannt ist, an der Welt der Ausgegrenzten, derer, die als „anders“, „pervers“, „krank“ gelten, nimmt uns der junge deutsche Dokumentarfilmer Jan Soldat in seinem Dokumentarfilm Wohnhaft Erdgeschoss mit in Heikos Alltag – lässt ihn sich anvertrauen und zeigen, wie er ist – und zeigt sich dabei so distanziert wie nötig, aber auch unglaublich nah an seinem Charakter.

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EPICENTRO

Epicentro, der jüngste Dokumentarfilm von Hubert Sauper, ist nicht nur ein Film über Kuba, seine Gegenwart und seine Geschichte. Aus zahlreichen Geschichten zusammengesetzt, taucht der Film in den Alltag der Bewohner ein, behandelt Themen wie den Tourismus und wie er von den Einheimischen betrachtet wird, geht auf die Momente nach dem Tod von Fidel Castro ein – und zeigt sie uns durch Archivmaterial. Ein Film, der dem Zuschauer das Gefühl gibt, ein Hauptdarsteller und nicht nur ein Beobachter zu sein.

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DAVOS

Ehrlich, aufrichtig, manchmal sogar ziemlich ironisch und nicht zögernd, die Machthaber zu verhöhnen, macht Daniel Hoesl und Julia Niemanns Davos kontemplative Stille und eine totale Abwesenheit der beiden Regisseure vor der Kamera zum idealen Ansatz.

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AD UNA MELA

Wichtige Verweise auf Literatur, Philosophie und die Filmwelt, eine federleichte Atmosphäre und ein willkommener Hauch von Surrealismus – zusammen mit Pastelltönen, die durch Super8-Aufnahmen noch verstärkt werden – geben das Wesen von Ad una Mela, dem Viennale 2020 Trailer, unter der Regie von Alice Rohrwacher, perfekt wieder.

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EINE SACHE DER PERSPEKTIVE

Die Regisseurin und Filmproduzentin Gerda Leopold – die sich auf die Produktion von Virtual-Reality-Spielfilmen spezialisiert hat und 2014 die Amilux Film gegründet hat – hat im Film Eine Sache der Perspektive ein zeitgenössisches Drama inszeniert, in dem uns in einer Reihe von miteinander verbundenen Episoden mehrere Sichtweisen gezeigt werden. Dieser innovative Spielfilm feierte am Montag, den 19. Oktober 2020, bei den Breitenseer Lichtspielen in Wien Premiere.

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EIN BISSCHEN BLEIBEN WIR NOCH

In Ein bisschen bleiben wir noch wird ein nicht überzeugender Regieansatz von einer hervorragenden Charakterisierung der Figuren und einem willkommenen märchenhaften Touch begleitet. Alles zusammen ergibt eine dramatische Geschichte, in der die Hoffnung eine zentrale Rolle spielt und in der manchmal das Brechen von Regeln wirklich die beste Entscheidung sein kann, die man je treffen kann.

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ANDERS ESSEN – DAS EXPERIMENT

Anders essen – Das Experiment, will uns die Folgen unseres „unverantwortlichen“ Essens begreiflich machen. Für unsere tägliche Ernährung benötigen wir ein Feld von ca. 4400 Quadratmetern, aber wenn sich jeder auf der Erde so ernähren würde wie wir, bräuchten wir einen zweiten Planeten, um unsere Auswirkungen auf die Umwelt zu begrenzen. Dennoch kann etwas getan werden.