Jahr: 2020

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LIEBE WAR ES NIE

Durch eine feine Bearbeitung von Vintage-Fotografien schafft Liebe war es nie von Maya Sarfaty weitere Fotomontagen, die, sorgfältig in 3D bearbeitet, uns in die Welt von Helena und Franz entführen. Bilder einer Liebes- und Leidensgeschichte, bei der die übliche dokumentarische Herangehensweise einer Inszenierung weicht, die es versteht, Archivmaterial und moderne Techniken zu kombinieren.

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DER SCHÖNSTE PLATZ AUF ERDEN

Der schönste Platz auf Erden zeichnet sich durch eine minimalistische Ästhetik aus, die lange Momente der Kontemplation zu seiner größten Besonderheit macht. Der Dokumentarfilm zeigt mit dem Finger auf diejenigen, die sich in Ermangelung eines eigenständigen Denkens leicht beeinflussen lassen und mal für die eine, mal für die andere Partei halten, je nachdem, was ihnen gerade passt. Genau wie eine große Gruppe von Gänsen aus einem Roman von George Orwell.

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SIGMUND FREUD – JUDE OHNE GOTT

Der Mensch vor dem Genie. Genau das will David Teboul in seinen Filmen herausstellen. Und so verbindet in Sigmund Freud – Jude ohne Gott die Erzählstimme – das einzige Element, das nicht Teil des Archivmaterials ist – einfach einen Text mit einem anderen, um die Inszenierung fließend zu gestalten. Eine besondere Inszenierung, die aus Archivmaterial besteht, das so bearbeitet wurde, dass es einem Spielfilm ähnelt.

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FISCHE

Pastellfarbene Beleuchtung und fast naive Charaktere geben Fische eine willkommene Leichtigkeit und lassen uns fast in der Zeit schweben. Dies ist der perfekte Kontrapunkt zu den ersten Dialogzeilen zwischen den beiden jungen Protagonisten und zeigt uns, dass ein Konflikt nur überwunden werden kann, wenn die notwendige Verspieltheit wiederhergestellt wird.

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A PROPOSAL TO PROJECT IN SCOPE

In A proposal to Project in Scope hat sich Viktoria Schimid für einen minimalistischen Regieansatz entschieden, um uns eine Art Eden zu zeigen, eine ideale Welt, in der sich die unberührte Natur mit etwas vermischt, das der Mensch selbst geschaffen hat. Das Ergebnis ist eine totale, perfekte Harmonie. Eine Harmonie, die nur still beobachtet werden kann, ohne dass es Worte braucht. Eine Harmonie, die an das Kino von James Benning erinnert und die extrem ehrfürchtig gegenüber dem ist, was sie darstellen will.

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HOCHWALD

Hochwald, der Debütfilm von Evi Romen, konzentriert sich vor allem auf Gegenstände, sei es eine lustige Perücke, die eine Identität symbolisiert, die enthüllt werden soll, oder auch nur ein Selfie mit einem Handy. Es sind scheinbar unbedeutende Gegenstände, die im Film immer wieder auftauchen und sofort einen hohen symbolischen Wert annehmen.

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BITTE WARTEN

In der ungewöhnlichen Form eines Roadmovies nimmt Bitte warten uns mit auf eine Reise von Moldawien nach Rumänien, von der Ukraine nach Bulgarien. Das Thema ist Telekommunikation und wie sehr sie uns beeinflusst und unser Leben verändert hat.