Jahr: 2000

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LIVING IN A BOX

Regisseur Jörg Kalt hört den Protagonist:innen aufmerksam zu, ohne je zu urteilen, sondern wird sofort zu ihrem wertvollen Vertrauten. Sein Living in a Box erzählt von jedem einzelnen von ihnen, von den vielen Gleichgewichten innerhalb winziger Räume, die sich wiederum oft als kleine Paradiese erweisen können.

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ZERO CROSSING

Zero Crossing wurde von Johannes Holzhausen in nur drei Tagen gedreht. Neun Personen wurden in einem kleinen Zimmer interviewt. Was wird aus ihnen, ihren Kindern, ihrer Arbeit? Wird es noch möglich sein, in einem Österreich, in dem der Mensch selbst nicht mehr geachtet zu werden scheint und in dem bestimmte Dynamiken der Vergangenheit nie wirklich vergessen zu sein scheinen, friedlich weiterzuleben? Im Rahmen der Retrospektive Österreich real des Filmarchiv Austria.

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AUFZEICHNUNGEN AUS DEM TIEFPARTERRE

In Aufzeichnungen aus dem Tiefparterre hat Rainer Frimmel eine Reihe von Filmen ausgewählt und bearbeitet, die der Krankenträger Peter Haindl zwischen 1993 und 1999 gedreht hat. Filme, in denen der Protagonist zunächst das Haus, in dem er lebt, zeigt und schließlich vor die Kamera tritt, um von seinem Alltag und seiner Einstellung gegenüber dem Leben und der Welt zu erzählen. So wie der Protagonist des berühmten Monologs Der Herr Karl, den Helmut Qualtinger und Carl Merz 1961 geschrieben haben.

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DER ÜBERFALL

In Der Überfall ist niemand wirklich unschuldig oder ganz schuldig. Oder, noch besser, jede der drei Figuren ist Opfer und Täter zugleich. Und dieser Spielfilm von Florian Flicker zeichnet sich vor allem durch ein gutes Drehbuch aus, dank dem sich Momente der Spannung gekonnt mit fast urkomischen Szenen abwechseln.

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O PALMENBAUM

Die Filmkomödie O Palmenbaum will mit der Inszenierung der bizarren Ereignisse der Familien Treichl/Moor, die in Single Bells so erfolgreich waren, einfach das Publikum unterhalten. Und das funktioniert, vor allem, wenn man bedenkt, dass im Vergleich zu vielen anderen Fortsetzungen die Struktur des Vorgängerfilms nie aufgegriffen wird, um eine Art Durchschlag zu schaffen.

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KOMM, SÜßER TOD

Mit intelligenter Ironie und einer starken Polemik gegen das staatliche Gesundheitswesen hat der Film Komm, süßer Tod von Wolfgang Murnberger als Protagonist (gespielt von einem unersetzlichen Josef Hader) eine Art unfreiwilligen Helden, einen Mann, der lebensmüde ist und sich dem Alkohol und dem Rauchen hingibt. Ein Mann, der unbedingt seine Einsamkeit vergessen will. Und der Regisseur schreckt nicht davor zurück, uns das Schlimmste der Gesellschaft zu zeigen.