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SALZBURG UM 1920

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Note: 7

Der kurze Dokumentarfilm Salzburg um 1920 ist ein kleines, wertvolles Juwel der österreichischen Filmgeschichte, aber auch ein wichtiges Dokument, das uns Einblicke ins Leben jener Zeit vermittelt. Restauriert vom Filmarchiv Austria und präsentiert auf dem Kanal Filmarchiv On.

In der Stadt Mozarts

Salzburg ist bekanntlich eine der malerischsten Städte Österreichs. Aus diesem Grund, aber auch weil sie die Geburtsstadt von Wolfgang Amadeus Mozart ist, wegen ihres legendären Festivals und der eindrucksvollen Naturlandschaften, die sie umgeben, ist die Hauptstadt des Landes Salzburg auch heute noch eines der beliebtesten Reiseziele zahlreicher Tourist:innen aus Österreich und darüber hinaus. Es überrascht daher nicht, dass sich auch die Filmwelt, seit sich das Kino in Österreich zu verbreiten begann, sofort für diese Stadt interessiert hat. In diesem Zusammenhang ist daher der kurze Dokumentarfilm Salzburg um 1920 besonders erwähnenswert. Der Film ist Teil des umfassenderen Projekts Völkerbund-Film Städteansichten Salzburg, Bad Ischl, Wien, Linz, Bad Gastein, Zell am See in den 1920er Jahren und wurde kürzlich vom Filmarchiv Austria restauriert und auf dem Kanal Filmarchiv On präsentiert.

Und so beginnt dieser Salzburg um 1920 sofort mit einer faszinierenden Panoramaaufnahme, die uns mit langsamen Kamerabewegungen die Stadt von oben in ihrer ganzen Pracht zeigt. Dann, nach wenigen Sekunden, befinden wir uns endlich im Stadtzentrum. Die breiten, eleganten Straßen zeigen uns zahlreiche Menschen, die ihren täglichen Aktivitäten nachgehen. Paläste, Schlösser, Parks und sogar Mozarts Geburtshaus lassen das, was wir auf der Kinoleinwand sehen, noch majestätischer wirken. Und wenn wir dann auch noch eine alte Straßenbahn sehen, die langsam durch die Altstadt fährt, während eine Pferdekutsche an ihr vorbeifährt, haben auch wir das Gefühl, Teil dieser längst vergangenen Epoche zu sein. Doch nach einem langen Spaziergang durch die Straßen der Stadt ist es Zeit für einen kleinen Ausflug. Mit der Standseilbahn (eröffnet am 25. Mai 1887) gelangt man ganz einfach auf den Gaisberg. Und von dort aus ist die Aussicht wirklich atemberaubend.

Als Salzburg um 1920 gedreht wurde, war die Produktion solcher kurzer Dokumentarfilme, die die Schönheiten des Landes zeigen sollten, daher sehr verbreitet, um auch im Ausland das Bild eines Österreichs zu vermitteln, in dem Wohlstand praktisch an der Tagesordnung war. Wir dürfen nämlich nicht vergessen, dass der Film genau im Jahr 1920 gedreht wurde, also nur zwei Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, als die Folgen dieser schwierigen Zeit noch deutlich zu spüren waren, aber gleichzeitig langsam wieder eine gewisse Normalität einkehrte.

Wenn wir also die verschiedenen Straßen der Stadt und auch die wunderschönen Naturlandschaften betrachten, wird uns bewusst, wie sehr sich ein einfacher und linearer Regieansatz – dessen einzige Virtuosität in einer fernglasförmigen Maske besteht, die auf das Objektiv der Kamera gesetzt wurde, während wir am Ende des Dokumentarfilms die Berge in der Ferne bewundern – als die beste Lösung erwiesen hat, um dem Zuschauer die Essenz der hier gezeigten Orte zu vermitteln. Salzburg um 1920 ist ein kleines, wertvolles Juwel der österreichischen Filmgeschichte, aber auch ein wichtiges Dokument, das uns das Leben jener Zeit zeigt. Und wenn sich die Gelegenheit bietet, Werke dieser Art anzusehen, fühlen wir uns jedes Mal besonders privilegiert.

Titel: Völkerbund-Film Städteansichten Salzburg, Bad Ischl, Wien, Linz, Bad Gastein, Zell am See in den 1920-er Jahren
Regie: Verschiedene Autoren
Land/Jahr: Österreich / 1920
Laufzeit: 2’
Genre: Dokumentarfilm
Buch: Verschiedene Autoren
Kamera: Verschiedene Autoren
Produktion: Verschiedene Autoren

Info: Die Webseite des Filmarchiv Austria