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DIE FLIEGE

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von Hubert Sielecki

Note: 7

In Die Fliege entsteht eine kleine, unterhaltsame Geschichte auf magische Weise auf der Kinoleinwand, wobei sie es schafft, unsere Aufmerksamkeit sofort zu fesseln, uns gespannt zu halten und natürlich zu unterhalten.

Ein kleiner Kampf

Der Kärntner Regisseur Hubert Sielecki, ein Meister des österreichischen Animations- und Experimentalfilms und Autor zahlreicher Kurzfilme, die sich vor allem durch eine angenehme Ironie, aber auch durch einen gewissen kritischen Blick auszeichnen, begann bereits gegen Ende der 1960er Jahre, als er noch an der Universität studierte, seine ersten Filme zu drehen. Sein allererster Film entstand tatsächlich im Jahr 1968, als Sielecki dreiundzwanzig Jahre alt war. Die Rede ist von Die Fliege, einem etwa zwei Minuten langen Live-Action-Film, der bereits einen gewissen Scharfsinn bei der Inszenierung einzigartiger und innovativer Geschichten erkennen lässt.

In Die Fliege sehen wir also auf der Kinoleinwand Sielecki selbst, der in diesem Fall die Hauptrolle des Films spielt. Er wird in Nahaufnahme gezeigt, und sein Gesichtsausdruck wirkt gelassen und ruhig, abgesehen von einem kleinen „Störfaktor“: Eine Fliege fliegt ununterbrochen um seinen Kopf herum. Sielecki macht jedoch keine abrupten Bewegungen, um sie zu verscheuchen. Im Gegenteil, er bewegt nur seinen Kopf. Erst nach einem kurzen „Kampf“ gelingt es unserem Protagonisten schließlich, die Fliege mit dem Mund zu fangen und zu essen, während er zufrieden in Richtung Kamera blickt. Aber warum hat er nur seinen Kopf bewegt? In dem Moment, in dem die Einstellung erweitert wird, wird das Rätsel endlich aufgeklärt.

Die Fliege ist also ein äußerst einfacher Kurzfilm, der, wie wir gesehen haben, aus einer einzigen Einstellung besteht. Und doch erwacht in nur wenigen Minuten eine kleine, amüsante Geschichte auf der Kinoleinwand auf magische Weise zum Leben, wobei sie es schafft, unsere Aufmerksamkeit sofort zu fesseln, uns während des besagten Kampfes in Atem zu halten und natürlich zu unterhalten.

Ja, denn wenn man tatsächlich keine großen Mittel zur Verfügung hat, um einen Film zu drehen, reichen manchmal schon eine kleine Super-8-Kamera (mit der Die Fliege tatsächlich gedreht wurde), eine kleine, aber geniale Idee und ein großes Talent aus, damit das Ganze funktioniert. Und Hubert Sielecki hat im Laufe seiner langen und produktiven Karriere diese kleinen, genialen Ideen zu seinem eigentlichen Markenzeichen gemacht, ohne dass es zwangsläufig einer langen und besonders komplexen Geschichte bedurfte, damit die Botschaft seiner Filme das Publikum jedes Mal deutlich und kraftvoll erreichte. Und ist das nicht gerade eines der grundlegenden Merkmale, die jeder haben sollte, der sich mit Kino beschäftigt? In seiner scheinbaren Einfachheit zeigt uns Die Fliege genau dies.

Titel: Die Fliege
Regie: Hubert Sielecki
Land/Jahr: Österreich / 1968
Laufzeit: 2’
Genre: Filmkomödie, Experimentalfilm
Cast: Hubert Sielecki
Buch: Hubert Sielecki
Kamera: Hubert Sielecki
Produktion: Hubert Sielecki

Info: Die Seite von Die Fliege auf der Webseite von Hubert Sielecki