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DIAGONALE’25 – TRAILER, PREMIEREN, ATHINA RACHEL TSANGARI

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In einem Monat wird die Diagonale’25 in Graz mit der österreichischen Premiere des Spielfilms How to be normal and the Oddness of the Other World von Florian Pochlatko eröffnet. Simona Obholzer hat den Festivaltrailer realisiert. Eine besondere Retrospektive wird der Regisseurin Athina Rachel Tsangari gewidmet werden. Nachfolgend: Die Nachrichten laut Pressemitteilung.

In Erwartung, nach Graz zurückzukehren…

In exakt einem Monat, am 27. März, eröffnet die 28. Ausgabe der Diagonale in Graz mit der Österreichpremiere von Florian Pochlatkos fulminantem Spielfilmdebüt How to Be Normal and the Oddness of the Other World in der Helmut List Halle, die sich einmal mehr für diesen besonderen Abend mit über 1.100 Plätzen in den größten Kinosaal des Landes verwandelt!

Für die Diagonale ’25 gestaltet Simona Obholzer den Trailer The Lawn is the Most Pleasant Sight in the Scenery, eine Weiterführung ihres Films DIN 18035, für den die Künstlerin bei der vergangenen Festivalausgabe mit dem Preis für Innovatives Kino der Stadt Graz ausgezeichnet wurde. Einstellung für Einstellung, mit fast mathematischer Präzision, führt Obholzer anhand eines Fußballfeldes und der Gestaltung des Rasens vor, wie die funktionale Überformung der Natur das Unheimliche gebiert, umrahmt vom Sounddesign der Musikerin Gischt.

| D’25 Ausstellung im Kunsthaus Graz | Eröffnung: freitag 28.3. | 11 Uhr | Ausstellungsdauer: 29.3. bis 21.4. | Kuratiert von Katia Huemer |

Mit der Diagonale-Ausstellung Angenehm für das Auge, weich für die Füße lädt Simona Obholzer zudem im Kunsthaus Graz dazu ein, den Boden als fundamentalen Untergrund neu zu entdecken. Ihre Installation im höhlenartigen Space03 erspürt das Gefühl, auf Wolken zu gehen, oder die Unendlichkeit von Rasen und hinterfragt spielerisch gewohnte Perspektiven.

| Werkschau zu Athina Rachel Tsangari | samt Masterclass und Panel zu Koproduktionsstrategien |

Neben der Salzburger Ausnahmedokumentaristin Ivette Löcker ist die zweite diesjährige umfassende Werkschau des Festivals, genannt Position, einer ebenso genauen Menschenbeobachterin gewidmet: Die griechischen Starregisseurin Athina Rachel Tsangari, 2012 international bekannt geworden mit Attenberg, widmet sich mit Vorliebe sozialen Dysfunktionen, Ticks, Ängsten und Unsicherheiten von Menschen, denen sie dabei aber immer mit Zuneigung und Humor begegnet. Mit Yorgos Lanthimos, dessen Dogtooth sie produziert hat, gehört sie zur Greek Weird Wave und ist eine international gefragte Regisseurin, was nicht zuletzt auch in ihrem neuesten Film Harvest zu sehen ist.

Die Diagonale präsentiert erstmals Tsangaris Gesamtwerk in Österreich, weiters erhält sie eine Carte Blanche und hat dafür Nikos Papatakis surreale Klassensatire The Shepherds of Calamity gewählt. In Graz wird Tsangari zudem eine Masterclass halten und anhand von Ausschnitten aus ihren Arbeiten die Herangehensweise an ihre Figuren erläutern. Weiters wird sie an einem Panel teilnehmen, das die unterschiedlichen Strategien bzw. Gemeinsamkeiten europäischer Koproduktionen im Bereich des Autor:innenkinos beleuchtet.

„Mit verblüffendem Humor entlarvt Athina Rachel Tsangari den Kampf ihrer Figuren gegen zugewiesene Rollen und zugleich zutiefst menschliche Unsicherheiten. Sie ist eine der herausragenden Persönlichkeiten des Weltkinos – wir freuen uns immens darüber, dass wir sie bei der kommenden Diagonale begrüßen dürfen.“ — Dominik Kamalzadeh und Claudia Slanar | Festivalleitung

| Erste Highlights aus dem Wettbewerb | Preismarathon |

Neben den historischen Specials und Werkschauen zu Filmemacher:innen bildet der Filmwettbewerb traditionsgemäß das Herzstück des Festivals des österreichischen Films: Mit einer Gesamtdotierung von 121.000 € werden Österreichs höchstdotierte Filmpreise vergeben, eine Vielzahl der Filme im Wettbewerb feiert im Rahmen des Festivals in Anwesenheit der Filmemacher:innen auf den Grazer Kinoleinwänden die Österreich- oder Weltpremiere — Graz wird einmal mehr zur Filmhauptstadt des Landes! Die Preisverleihung der Diagonale Awards findet am 31. März um 19.30 Uhr im Annenhof Kino (Saal 2) statt, die Diagonale würdigt damit wie viele andere Festivals den Spielort Kino.

Ebenfalls im Rahmen der Diagonale vergeben werden bereits am 29. März um 11.30 Uhr der Franz-Grabner-Preis sowie am 31. März um 11 Uhr die Carl-Mayer-Drehbuchpreise sowie die Thomas Pluch Drehbuchpreise — diese Veranstaltungen finden im Diagonale Forum im Heimatsaal des Volkskundemuseums am Paulustor statt. Den Abschluss des Preismarathons liefert am 1. April um 18 Uhr im Schubertkino die Verleihung des Diagonale-Publikumspreises der Kleinen Zeitung.

Die Diagonale freut sich, vier Filme aus dem Wettbewerbsprogramm bekannt zu geben, die in zeitlicher Nähe zum Festival ihren Kinostart haben. Davor feiern sie in Graz in Anwesenheit ihrer Filmteams ihre Österreich- beziehungsweise Weltpremiere!

Pia Hierzegger gibt mit Altweibersommer ihr Spielfilmdebüt als Regisseurin: Humorvoll erzählt sie von drei Freundinnen, nuancenreich gespielt von Diane Amft, Ursula Strauss und Hierzegger selbst, die seit Ewigkeiten jedes Jahr gemeinsam einen Urlaub verbringen. Der läuft in diesem Jahr aber etwas anders als geplant, was nicht nur am schlechten Wetter liegt … Ein kluger, warmherziger Roadtrip als Weltpremiere auf der Diagonale!

Mit ihrer zweiten Regiearbeit Happyland hat Evi Romen ein intensives Frauenportrait rund um eine einst ambitionierte Musikerin geschaffen, das seine Weltpremiere auf der Diagonale feiern wird: Helen kehrt nach vielen Jahren in London in die heimatliche Provinz zurück, um ihre Mutter im titelgebenden örtlichen Sportzentrum zu unterstützen und wird somit wieder zu Helene. Die Karriere ist vorbei oder nie richtig gestartet, und die Vergangenheit tritt Helen(e) in Gestalt ihres einstigen Lebens- & Bühnenpartners Tom nicht gerade freundlich gesinnt entgegen …

Perla von Alexandra Makarová besticht als ästhetischer, genau inszenierter Film: Die Künstlerin Perla, aus der Tschechoslowakei geflohen, hat sich im Wien der 80er Jahre mit ihrer kleinen Tochter Julia eine neue Existenz aufgebaut. Doch die Vergangenheit holt sie ein, Perla muss in die ehemalige Heimat, um eine letzte Entscheidung zu treffen. Ein Film über die Möglichkeit der Veränderung und über die Kraft, die es dazu braucht – ein großes Gegenwartsdrama, als Österreichpremiere und Special Presentation auf der Diagonale zu sehen. In Kooperation mit dem Drehbuchforum Wien findet während des Festivals ein Let’s talk about scripts! mit Alexandra Makarová zu Perla statt, moderiert von Mirjam Unger.

Um 24 Stunden Bereitschaft, sieben Tage die Woche geht es es in Alarm von Judith Zdesar: In ihrem Dokumentarfilm, der seine Weltpremiere auf der Diagonale haben wird, begleitet sie die Freiwillige Feuerwehr bei ihrem Alltag, im Mittelpunkt stehen aber nicht die Katastrophen, sondern mehr die emotionalen Herausforderungen und der menschliche Umgang mit Krisensituationen. Ein Portrait einer Gemeinschaft an Kamerad:innen, das gänzlich ohne die Lust am voyeuristischen Spektakel auskommt und dennoch eindringlich-spannend ist.

Auch Filme aus dem Jahresrückblick sind Teil des Wettbewerbs und werden in Anwesenheit der Filmschaffenden gezeigt, so zum Beispiel Pfau – Bin ich echt? von Bernhard Wenger, Dear Beautiful Beloved von Juri Rechinsky oder Zwischen uns Gott von Rebecca Hirneise.

Das Festival des österreichischen Films findet vom 27. März bis 1. April 2025 zum 28. Mal in Graz statt.

Das komplette Programm ist ab dem 14. März 2025 um 13 Uhr online verfügbar, der Ticketvorverkauf startet am 21. März.

Info: Die Website der Diagonale’25