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ÖSTERREICHISCHER FILMPREIS 2024 – DIE NOMINIERUNGEN

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Am Donnerstag, 11. April, fand die übliche Pressekonferenz der Akademie des Österreichischen Films statt, bei der die Nominierungen für den Österreichischen Filmpreis 2024 bekannt gegeben wurden. Die Preisverleihung findet am 5. Juni im Wiener Rathaus statt.

In Erwartung der Bekanntgabe der Gewinner:innen…

Und heuer ist es endlich so weit! Am Donnerstag, den 11. April, fand die übliche Pressekonferenz der Akademie des Österreichischen Films (unter dem Vorsitz von Regisseur Arash T. Riahi und Schauspielerin Verena Altenberger) statt, bei der die Nominierungen für den Österreichischen Filmpreis 2024 bekannt gegeben wurden. Auch heuer wurden wieder zahlreiche Filme eingereicht (insgesamt 31 Spielfilme, 15 Dokumentarfilme und 14 Spielfilme) und wie jedes Jahr gibt es einen Film, der durch die hohe Anzahl an Nominierungen besonders hervorsticht. Die Preisverleihung findet am 5. Juni im Wiener Rathaus statt.

Was die diesjährige Ausgabe des Österreichischen Filmpreises 2024 betrifft, so sticht, wie bereits erwähnt, vor allem ein Film hervor, der nicht weniger als 11 Nominierungen erhalten hat. Die Rede ist vom hervorragenden Des Teufels Bad von Veronika Franz und Severin Fiala, der bereits auf der Berlinale 2024 als Weltpremiere präsentiert wurde. Adrian Goigingers Spielfilm Rickerl, der in sieben Kategorien nominiert wurde, konnte ebenso zufrieden sein, wie Hans Steinbichlers Ein ganzes Leben, Elisabeth Scharangs Wald und Sudabeh Mortezais Europa, die jeweils vier Nominierungen erhielten.

Um im Bereich der Spielfilme zu bleiben, muss jedoch eine kleine Überlegung angestellt werden. Angesichts der Präsenz von Sparta (Ulrich Seidls jüngstes kontroverses Werk) unter den eingereichten Filmen ist es sehr überraschend, dass dieses Werk trotz seiner hohen künstlerischen Qualität nur eine Nominierung (Beste Regie) erhalten hat. Insbesondere die hervorragende (und keineswegs leichte) Leistung von Georg Friedrich, der leider beim diesjährigen Österreichischen Filmpreis 2024 in der Kategorie Beste männliche Hauptrolle nicht nominiert war, wurde von vielen gelobt. Aber so ist es. Es bleibt abzuwarten, welche seiner (ebenso guten) Kollegen heuer ausgezeichnet werden werden.

Bei diesem Österreichischen Filmpreis 2024 wurden vor allem drei Dokumentarfilme besonders gewürdigt. Es handelt sich um Souls of a River von Chris Krikellis (3 Nominierungen), Wer hat Angst vor Braunau? von Günter Schwaiger und 27 Storeys von Bianca Gleissinger (2 Nominierungen). Und angesichts der großen Anzahl von Dokumentarfilmen, die jedes Jahr in Österreich produziert werden, kann man sich vorstellen, dass es der Akademie nicht leicht gefallen ist, die besten auszuwählen.

Unter Berücksichtigung aller nominierten Filme ist es daher interessant festzustellen, dass sich auch in diesem Jahr jedes der Werke nicht nur durch eine eigene, ausgeprägte Persönlichkeit auszeichnete, sondern auch durch einen besonderen Mut, mit neuen Filmsprachen zu experimentieren und sich nicht zu scheuen, durchaus kontroverse und oft problematische Themen zu behandeln. Ein Zeichen dafür, dass der österreichische Film wirklich viel zu bieten hat und sich nicht scheut, sich von den Produktionen der ganzen Welt zu unterscheiden und immer wieder seinen eigenen Weg zu suchen. Und zum Glück erkennt das auch die ganze Welt endlich.

Um zu erfahren, wer dieses Jahr ausgezeichnet wird, müssen wir uns also nur noch knapp zwei Monate gedulden. In der Zwischenzeit gibt es hier alle Nominierungen für den Österreichischen Filmpreis 2024. Viel Glück an alle Nominierten!

BESTER SPIELFILM

Club Zero von Jessica Hausner

Des Teufels Bad von Veronika Franz und Severin Fiala

Europa von Sudabeh Mortezai

Rickerl von Adrian Goiginger

BESTER DOKUMENTARFILM

27 Storeys von Bianca Gleissinger

Archiv der Zukunft von Joerg Burger

Souls of a River von Chris Krikellis

Wer hat Angst vor Braunau? Ein Haus und seine Vergangenheit in uns von Günter Schwaiger

BESTER KURZFILM

Cornetto im Gras von David Lapuch

Der Riss von Paul Ertl

Die unsichtbare Grenze von Mark Gerstorfer

Echoes of Grief von Verena Repar

BESTE WEIBLICHE HAUPTROLLE

Emily Cox für Alma & Oskar

Anja Plaschg für Des Teufels Bad

Gerti Drassl für Persona non grata

Brigitte Hobmeier für Wald

BESTE MÄNNLICHE HAUPTROLLE

Valentin Postlmayr für Alma & Oskar

Stefan Gorski für Ein ganzes Leben

Voodoo Jürgens für Rickerl

BESTE WEIBLICHE NEBENROLLE

Maria Hofstätter für Des Teufels Bad

Agnes Hausmann für Rickerl

Gerti Drassl für Wald

BESTE MÄNNLICHE NEBENROLLE

Tobias Resch für Ingeborg Bachmann – Reise in die Wüste

Karl Fischer für Mermaids don’t cry

Ben Winkler für Rickerl

BESTE REGIE

Veronika Franz, Severin Fiala für Des Teufels Bad

Adrian Goiginger für Rickerl

Ulrich Seidl für Sparta

BESTES DREHBUCH

Veronika Franz, Severin Fiala für Des Teufels Bad

Sudabeh Mortezai für Europa

Adrian Goiginger für Rickerl

BESTES CASTING

Lucy Pardee für Club Zero

Henri Steinmetz für Des Teufels Bad

Angelika Kropej für Rickerl

BESTE KAMERA

Martin Gschlacht für Des Teufels Bad

Klemens Hufnagl für Europa

Klemens Koscher für 27 Storeys

Judith benedikt für Souls of a River

BESTER SCHNITT

Michael Palm für Des Teufels Bad

Julia Drack für Europa

Samira Ghahremani für Matter out of Place

Lisa Zoe Geretschläger für Souls of a River

BESTES KOSTÜMBILD

Monika Buttinger für Ein ganzes Leben

Tanja Hausner für Sisi & Ich

Thomas Oláh für Stella. Ein Leben.

BESTES MASKENBILD

Heiko Schmidt, Kerstin Gaecklein für Club Zero

Judith Kröher Falch, Tünde Kiss-Benke für Des Teufels Bad

Helene Lang, Karoline Strobl, Michaela Sommer für Ein ganzes Leben

BESTES SZENENBILD

Andreas Donhauser, Renate Martin für Des Teufels Bad

Jurek Kuttner, Marcel Beranek für Ein ganzes Leben

Katharina Wöppermann für Sisi & Ich

BESTE MUSIK

Anja F. Plaschg (Soap&Skin) für Des Teufels Bad

Diego Ramos Rodríguez, David Schweighart für Die Theorie von Allem

Hania Rani für Wald

Wolf-Maximilian Liebich für She Chef

BESTE TONGESTALTUNG

Carlo Thoss, Philipp Mosser, Reinhard Schweiger, Manuel Grandpierre für 15 Jahre

Odo Grötschnig, Sebastian Watzinger, Rudolf Gottsberger, Thomas Pötz, Sebastian Watzinger für Animal

William Edouard Franck, Veronika Hlawatsch, Manuel Grandpierre für Wald

Stefan Rosensprung, Julia Mitterlehner, Nora Czamler, Manuel Grandpierre für Wer hat Angst vor Braunau?

Info: Die Webseite der Akademie des Österreichischen Films