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VIKTORIA VON BALLASKO – GESICHT UND STIMME

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Die Karriere von Viktoria von Ballasko endete bereits in den späten 1950er Jahren, doch war sie zu ihrer Zeit nicht nur als Schauspielerin, sondern auch als Synchronsprecherin sehr erfolgreich.

Engelsgesicht und blondes Haar

Zu den österreichischen Darsteller:innen, die in der Vergangenheit auch außerhalb Österreichs erfolgreich waren, gehört die Schauspielerin Viktoria von Ballasko, die zu ihrer Zeit nicht nur als Schauspielerin, sondern auch als Synchronsprecherin sehr erfolgreich war. Die Karriere von Viktoria von Ballasko war nicht sehr lang, da sie bereits Ende der 1950er Jahre endete, aber sie konnte eine große Anzahl von Spielfilmen (in denen sie auch manchmal die Hauptrolle spielte) sowie zahlreiche Auftritte im Theater und im Rundfunk vorweisen.

Viktoria Maria Franziska Ballasko wurde am 24. Januar 1909 in Wien geboren. Ihr Vater war ein pensionierter Offizier, und gleich nach der Schule erkannte sie, dass die Welt der Kunst sie besonders interessierte und schrieb sich an der Akademie für Darstellende Kunst in Wien ein. So trat die junge Viktoria schon bald an wichtigen Theatern in Bern, Wien, München, Berlin und Stuttgart auf, um nur einige zu nennen.

Was die Filmwelt betrifft, so begann Viktoria von Ballasko zunächst als Synchronsprecherin und arbeitete erst später als Schauspielerin. Der erste Spielfilm, in dem sie mitwirkte, war Der Kaiser von Kalifornien unter der Regie von Luis Trenker im Jahr 1936. Im selben Jahr spielte sie zum ersten Mal die Hauptrolle in einem Spielfilm: Kinderarzt Dr. Engel von Johannes Riemann.

Von da an gab es zahlreiche Filme, in denen Viktoria von Ballasko die Titelrolle spielte. Dazu gehörten Die Geliebte (Gerhard Lamprecht, 1939), Im Schatten des Berges (Alois Johannes Lippl, 1940) und Der Majoratsherr (Hans Deppe, 1943). Elegant und mit liebevollen und beruhigenden Manieren verkörperte sie häufig zurückhaltende, mütterliche Figuren, die bereit sind, sich für ihre Liebsten aufzuopfern. Rollen also, die, wie wir wissen, auch dem damaligen Regime besonders am Herzen lagen. Wie bereits erwähnt, wurde ihre Karriere als Schauspielerin von einer ebenso erfolgreichen Karriere als Synchronsprecherin flankiert. Sie lieh, zum Beispiel, häufig der französischen Schauspielerin Annabella und der britischen Schauspielerin Joan Fontaine ihre Stimme.

Während des Zweiten Weltkriegs waren bekanntlich viele Künstler:innen und Schriftsteller:innen gezwungen, ihre Heimat wegen der nationalsozialistischen Diktatur zu verlassen. Viktoria von Ballasko wurde, wie viele ihrer Kolleg:innen, die in Deutschland und Österreich arbeiten konnten, von Goebbels auf die so genannte „Gottbegnadeten-Liste“ gesetzt. Und genau das ist es, was an ihrer Karriere am wenigsten überzeugend ist. Eine Karriere, die allerdings nur wenige Jahre nach Kriegsende endete.

Nach dem Ende ihrer Ehe mit dem Synchronsprecher und Regisseur Kurt Werther heiratete Viktoria von Ballasko Curt Behrendt. Ab der zweiten Hälfte der 1940er Jahre arbeitete sie hauptsächlich als Synchronsprecherin und Radiomoderatorin, und der letzte Film, in dem sie mitwirkte, war Made in Germany – Ein Leben für Zeiss unter der Regie von Wolfgang Schleif im Jahr 1957. Nachdem sie sich endgültig ins Privatleben zurückgezogen hatte, lebte Viktoria von Ballasko bis zu ihrem Tod am 10. Mai 1976 in Berlin. Und obwohl sich heute nur noch wenige Menschen an sie erinnern, können wir nicht umhin, den großen Beitrag zu würdigen, den diese junge blonde Frau mit zarten Gesichtszügen in der Welt unserer geliebten siebten Kunst (und darüber hinaus) geleistet hat.

Info: Die Seite von Viktoria von Ballasko auf iMDb