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BJØRN DUNKERBECK – BORN TO WINDSURF

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von Gerald Salmina

Note: 5

Bjørn Dunkerbeck – Born to Windsurf lässt sich zweifelsohne anschauen. Und indem der Film uns den Athleten vorstellt, erweist er sich auch als ganz aufrichtig in seinen Absichten. Diese Aufrichtigkeit endet jedoch fast in Naivität, denn die Inszenierung leidet unter jeder möglichen Rhetorik.

Ode an den großartigen Sportler

Der dänische Windsurfer Bjørn Dunkerbeck ist im Laufe der Jahre zu einer echten Legende in seiner Branche geworden. Der dreizehnfache Weltmeister und Inhaber des Geschwindigkeitsrekords auf der Seemeile hat auch besonders schwierige Zeiten erlebt, vor allem wegen der gesundheitlichen Probleme, die ihm sein Beruf bereitet hat. Doch trotz allem hat er nie den Mut verloren. Seine Geschichte und seine außergewöhnliche Karriere erzählt Regisseur, Produzent und Fotograf Gerald Salmina in dem Dokumentarfilm Bjørn Dunkerbeck – Born to Windsurf, der 2023 gedreht wurde.

Zahlreiche atemberaubende Landschaften begleiten uns langsam in die Welt von Dunkerbeck. In Namibia soll ein neuer Rekord gebrochen werden. Bjørn Dunkerbeck läuft schnell auf seinem Surfbrett. Gleich darauf lernen wir den Protagonisten als Kind kennen (auch dank einer Reihe von kurzen Archivfilmen), treffen einige seiner Familienmitglieder und Freunde und erleben einige Höhepunkte seiner Karriere.

Alles ganz klassisch, wenn man an einen Dokumentarfilm denkt, der uns eine Person näher bringen soll. Trotzdem kann man Bjørn Dunkerbeck – Born to Windsurf leider nicht als völlig erfolgreichen Film bezeichnen. Schon in den ersten Einstellungen stimmt uns feierliche Musik auf das ein, was wir gleich sehen werden. Das Problem ist jedoch, dass diese Musik nie zu enden scheint. Und in der Tat, sie endet nie. Gerald Salmina wollte alles auf die Emotionalität und die Spektakularität der Leistungen seines Protagonisten konzentrieren, indem er bestimmte Begriffe immer wieder betonte, ohne Angst zu haben, redundant oder zu langatmig zu sein.

Bjørn Dunkerbeck – Born to Windsurf lässt sich zweifelsohne anschauen. Und indem er uns Dunkerbeck selbst vorstellt, erweist er sich auch als ziemlich aufrichtig in seinen Absichten. Diese Aufrichtigkeit endet jedoch fast als Naivität, denn die Inszenierung leidet unter jeder möglichen Rhetorik. Fast so, als ob der Regisseur selbst wenig Erfahrung hinter der Kamera hätte (was natürlich nicht stimmt). Und genau diese Rhetorik, bestehend aus hoch glänzenden Bildern, aus Momenten des Pathos, die dem Zuschauer letztlich nicht die gewünschten Emotionen vermitteln, und aus der bereits erwähnten allgegenwärtigen Musik, verleiht diesem Dokumentarfilm fast den Charakter eines Werbefilms.

Bjørn Dunkerbeck war ein großer Weltmeister. Daran gibt es keinen Zweifel. Das Problem ist, dass dieses Konzept beim Anschauen von Bjørn Dunkerbeck – Born to Windsurf dutzende Male wiederholt wird, in ebenso vielen Interviews. Und so fällt sofort auf, dass es diesem jüngsten Werk von Gerald Salmina auch an kontroversen Aspekten oder möglichen Thesen fehlt, die man widerlegen könnte (was bei der Entwicklung eines solchen Projekts manchmal notwendig ist). Das ist schade. Vor allem, weil ein solches Werk wirklich viel Potenzial gehabt hätte.

Titel: Bjørn Dunkerbeck – Born to Windsurf
Regie: Gerald Salmina
Land/Jahr: Österreich / 2023
Laufzeit: 107’
Genre: Dokumentarfilm
Buch: Gerald Salmina
Kamera: Thomas Miklautsch, Marvin Salmina, Günther Göberl
Produktion: Planet Watch Film & Video Productions

Info: Die Seite von Bjørn Dunkerbeck – Born to Windsurf auf iMDb; Die Seite von Björn Dunkerbeck – Born to Windsurf auf der Webseite der Planet Watch Film & Video Productions