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BIBI BESCH – EINE ÖSTERREICHERIN IN HOLLYWOOD

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Bibi Besch war nicht nur eine vielseitige Schauspielerin in Film, Theater und Fernsehen, sondern auch eine sozial engagierte Frau, die ein besonders intensives und interessantes Leben führte. Für ihr Heimatland Österreich ein echter Grund zum Stolz.

Schauspielerin, Aktivistin, Wohltäterin

Ein intelligentes Gesicht und eine elegante Haltung. Blondes Haar und blaue Augen, die jedem, der ihr begegnete, sofort auffielen. Es handelt sich um die Schauspielerin Bibi Besch, die dem Publikum vor allem durch ihre Rolle in dem Spielfilm Star Trek II – Der Zorn des Khan (Nicholas Meyer, 1982), in dem sie Dr. Carol Marcus spielte, bekannt ist, die aber im Laufe ihrer zweiundvierzigjährigen Karriere über hundert Rollen in Film, Fernsehen und Theater gespielt hat.

Bibi Besch gehörte also zu jenen Talenten, die direkt aus Österreich kamen und fern ihrer Heimat erfolgreich waren. In ihrem Fall waren es also die Vereinigten Staaten, die sie schon als Kind willkommen hießen und sie in den folgenden Jahren weltberühmt machten. Bibiana Maria Köchert wurde am 1. Februar 1942 in Wien als Tochter der Burgtheater- (und späteren Broadway-) Schauspielerin Gusti Huber und des Automobilrennfahrers Gotfrid Köchert, der während des Zweiten Weltkriegs als Pilot bei der Wehrmacht diente, geboren.

Ihre Eltern trennten sich, als sie noch sehr jung war, und während des Krieges blieb Bibi mit ihrer Mutter und ihrer älteren Schwester Christiana in Wien, bevor sie bereits 1946 in die Vereinigten Staaten (genauer gesagt nach Chappaqua, New York) zog. Hier heiratete ihre Mutter erneut den Rundfunkmanager Joseph Besch, von dem Hubers Töchter später den Familiennamen annahmen. Bibi, die sich schon früh für die Schauspielerei begeisterte, brach bald das Connecticut College for Women ab und zog nach New York, in der Hoffnung, Schauspielerin zu werden.

Nach einem Fernsehdebüt in einer Folge der NBC-Show Children Theatre erhielt Bibi Besch 1975 ihre erste Filmrolle, als sie in dem Spielfilm Tödlicher Abstand unter der Regie von Anthony Lover mitspielte. Von da an verlief die Karriere der Schauspielerin nicht nur in der Welt der siebten Kunst, sondern auch im Fernsehen und im Theater sehr zufriedenstellend. Zu den wichtigsten Filmen, in denen Bibi Besch mitgewirkt hat, gehören, neben Star Trek II – Der Zorn des Khan, Hardcore (Paul Schrader, 1979), Who’s that Girl (James Foiley, 1987), He’s my Girl (Gabrielle Beaumont, 1987), Magnolien aus Stahl (Herbert Ross, 1989) und Tremors – Im Land der Raketenwürmer (Ron Underwood, 1990).

Nicht nur als vielseitige Schauspielerin in Film, Theater und Fernsehen, sondern auch als sozial engagierte Frau hatte Bibi Besch ein besonders intensives und interessantes Leben: Aus ihrer Ehe mit dem Bürgerrechtler und US-Regierungsbeamten Donald B. Mathis (von dem sie sich 1973 trennte) wurde ihre Tochter Samantha Mathis, ebenfalls Schauspielerin, geboren. Bibi Besch war nicht nur langjähriges Mitglied des Screen Actors Guild Council, sondern setzte sich auch für den Schutz von Frauen am Arbeitsplatz ein und unterstützte zahlreiche Vereine im Bereich der Präventivmedizin. Sie verstarb am 7. September 1996 und war damit ein Grund zum Stolz für ihr Heimatland Österreich. Auch wenn sie nur selten in ihre Heimat Österreich zurückkehrte.

Info: Die Seite von Bibi Besch auf iMDb