Monat: Februar 2023

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DAS ÖSTERREICHISCHE PROLETARISCHE KINO – DIE JULIREVOLTE

Die Filme Die Schreckentage von Wien von Rudi Mayer und Oktober von Sergei Eisenstein behandeln zwei ähnliche Themen, scheinen aber gleichzeitig in ihrem Regieansatz völlig gegensätzlich zu sein. Während in Mayers Film die Julirevolte vor allem zeigt, wie ein Protest große Schäden in der Stadt anrichtet, stehen in Eisensteins Film die Bedürfnisse der Bürger im Mittelpunkt.

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THE KLEZMER PROJECT

The Klezmer Project ist nicht nur ein Dokumentarfilm über die wichtigsten Klezmer-Musiker:innen der Gegenwart. Dieses interessante Werk von Leandro Koch und Paloma Schachmann ist auch nicht einfach eine Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Menschen, die langsam entdecken, dass sie viel mehr gemeinsame Interessen haben, als es zunächst scheint. Was wir vor uns haben, ist ein hybrides, vielschichtiges und äußerst lebendiges Werk. Auf der Berlinale 2023.

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ANQA

Details von Händen, die schreiben oder Augenbrauen auf die Gesichter kleiner Mädchen zeichnen, aber auch müde Augen, ins Leere starrende Blicke und nachdenkliche Gesichter, die versuchen, Wunden aus der Vergangenheit zu verarbeiten, werden in Anqa zu den absoluten Protagonisten. Auf der Berlinale 2023.

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STAMS

Stams ist das Bild einer Welt voller Träume, Ängste und Hoffnungen. Das Bild nicht einer, sondern vieler Geschichten junger Menschen, die einen ganz schwierigen Weg eingeschlagen haben, die aber unbedingt alles, was das Leben zu bieten hat, in vollen Zügen genießen wollen. Auf der Berlinale 2023.

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SISI & ICH

Gut durchdacht und mit originellen Kostümen, einer ausgezeichneten Besetzung und Schauplätzen, die fast wie in einer Zauberwelt wirken, ist Frauke Finsterwalders Sisi & Ich sicherlich die „feministischste“ Version aller Spielfilme, die Elisabeth von Österreich gewidmet sind. Auf der Berlinale 2023.

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INGEBORG BACHMANN – REISE IN DIE WÜSTE

Ingeborg Bachmann – Reise in die Wüste entwickelt sich auf zwei Zeitebenen: Einerseits werden wir Zeuge der ersten Begegnung zwischen der Protagonistin und Frisch, ihrer toxischen Liebesbeziehung und ihrer Trennung; andererseits sehen wir gleichzeitig die Frau, die endlich frei ist und durch eine lange Reise in die Wüste versucht, ihre emotionalen Wunden zu heilen. Die Frau und dann die Schriftstellerin. Durch die Frau entsteht die Schriftstellerin. Auf der Berlinale 2023.

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DE FACTO

In De Facto braucht es keine komplexen Szenenbilder, kein Archivmaterial, nicht viele Schauspieler oder die Nachstellung bestimmter historischer Ereignisse am Set. Im Gegenteil, die Regisseurin konzentriert sich auf das Wesentliche und entscheidet sich für eine gut durchdachte und stark minimalistische Inszenierung, die dennoch ihre Absichten perfekt erfüllt.

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GROßER DIAGONALE SCHAUSPIELPREIS 2023 FÜR MARGARETHE TIESEL

Im Rahmen der Festivaleröffnung am 21. März vergibt die Diagonale’23 bereits zum sechzehnten Mal den Großen Diagonale-Schauspielpreis für Verdienste um die österreichische Filmkultur. Die Diagonale freut sich bekanntzugeben, dass die Auszeichnung heuer an die hingebungsvolle „Unterschiedsschauspielerin“ Margarethe Tiesel geht. Die Theater-, Film- und Fernsehdarstellerin wird den Preis – ein Kunstobjekt von Xenia Hausner – in Graz persönlich entgegennehmen.