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NEUE FESTIVALLEITUNG AB JUNI 2023: CLAUDIA SLANAR UND DOMINIK KAMALZADEH

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Die Diagonale freut sich, die neue Intendanz des Festivals des österreichischen Films bekanntzugeben. Auf einstimmigen Beschluss der Generalversammlung folgen Claudia Slanar und Dominik Kamalzadeh dem Duo Sebastian Höglinger und Peter Schernhuber ab Juni 2023 als kaufmännische und künstlerische Leitung nach und werden für die Festivals 2024 bis 2027 verantwortlich zeichnen. Nachfolgend: Die Nachrichten laut Pressemitteilung.

Ein neues Kapitel in der Geschichte des Festivals des österreichischen Films

Die Diagonale freut sich, die neue Intendanz des Festivals des österreichischen Films bekanntzugeben. Auf einstimmigen Beschluss der Generalversammlung folgen Claudia Slanar und Dominik Kamalzadeh dem Duo Sebastian Höglinger und Peter Schernhuber ab Juni 2023 als kaufmännische und künstlerische Leitung nach und werden für die Festivals 2024 bis 2027 verantwortlich zeichnen.

„Claudia Slanar und Dominik Kamalzadeh verstehen die Diagonale ‚als Ort künstlerischer und politischer Praxis‘. Sie haben die Generalversammlung sowohl im eingereichten Konzept als auch im Hearing mit ihrer klugen und reflektierten Vision für das Festival des österreichischen Films überzeugt – wir freuen uns auf die Umsetzung ihrer vielversprechenden ‚Festivaldramaturgie‘. Beide besitzen kuratorische Erfahrung, kennen die Branche in ihrer Vielgestaltigkeit und sind auch international hervorragend vernetzt. Die Entscheidung fiel einstimmig, obgleich es weitere sehr interessante Bewerbungen und Hearings gegeben hat, für die wir uns ganz herzlich bedanken. Bedanken möchte sich die Generalversammlung auch bei Sebastian Höglinger und Peter Schernhuber für die erfolgreichen letzten Jahre und besonders dafür, dass sie das Festival so gut und umsichtig durch die Covid-19-Pandemie manövrier(t)en. Wir wünschen ihnen eine erfolgreiche Diagonale’23 und freuen uns auf die Diagonale’24 mit Claudia Slanar und Dominik Kamalzadeh.“

— Dagmar Streicher und Johannes Rosenberger für die Generalversammlung des Trägervereins der Diagonale

„Wir freuen uns außerordentlich auf die Aufgabe, den Kurs der Diagonale und damit jenen des wichtigsten Festivals für das österreichische Filmschaffen vorgeben zu dürfen. Gerade in einer Zeit kultureller Umbrüche dienen Veranstaltungen wie die Diagonale als essenzieller Kompass durch die hiesige Filmkultur und bieten gleichzeitig die Möglichkeit, Bestehendes zu hinterfragen und Experimente zu wagen! Gemeinsam mit einem motivierten Team wollen wir die Diagonale als zentralen Ort der Auseinandersetzung mit filmischen Formen und den damit verbundenen politischen Dynamiken weiter ausbauen und ebenso auf eine Intensivierung des Austauschs mit ausländischen (Branchen-)Gästen sowie lokalen Partner*innen setzen. Unser Dank gilt allen Vorgänger*innen, die die Diagonale zu dem gemacht haben, was sie ist: ein Ort der Begeisterung für Film und das kollektive Erleben von Kino. Diesen Enthusiasmus wollen wir weitertragen.“.

— Claudia Slanar und Dominik Kamalzadeh, Festivalleitung ab Juni 2023

Dominik Kamalzadeh, geboren 1973 in Wien, Studium der Theater- und Filmwissenschaft. Seit 1998 Filmkritiker und später auch Kulturredakteur bei der österreichischen Tageszeitung Der Standard sowie Teil der Redaktion der Filmzeitschrift kolik.film. Diverse kuratorische Filmprogramme und -reihen (unter anderem bei Crossing Europe, dem Arsenal in Berlin sowie in Kooperation mit der Viennale), seit 2022 Mitglied der Auswahlkommission der Duisburger Filmwoche. Er veröffentlichte zahlreiche Buchbeiträge, zuletzt etwa in Österreich real (herausgegeben von Michelle Koch und Alejandro Bachmann) sowie in Picturing Austrian Cinema (herausgegeben von Claus Philipp und Katharina Müller) und ist Co-Autor des 2013 gemeinsam mit Michael Pekler verfassten Buches Terrence Malick.

Claudia Slanar, geboren 1972 in Wien, Studium der Kunstgeschichte in Wien, Aesthetics and Politics und Creative Writing am California Institute of the Arts. Seit 2014 Kuratorin des Ursula Blickle Video Archivs, seit 2017 Programmierung und Administration des Blickle Kinos/Belvedere 21, Museum für zeitgenössische Kunst Wien. Sie unterrichtete an verschiedenen Hochschulen im In- und Ausland und ist Autorin und Mitherausgeberin von Veröffentlichungen zu zeitgenössischer Kunst, Film und Video. Als Experimental Scholar beschäftigt sie sich immer wieder mit Raumtheorien, Fictocriticism und feministischer Biografieschreibung sowie mit Reenactment als künstlerisch-wissenschaftliche Praxis.

Die Stelle der Intendanz der Diagonale wurde im Juni 2022 ausgeschrieben und umfasst eine Wirkungsperiode von vier Jahren (Wiederberufung möglich). Nach Ablauf der Bewerbungsfrist im September wählte die aus Mitgliedern der Diagonale-Generalversammlung bestehende Findungskommission drei Bewerbungen für die Präsentation im Rahmen von persönlichen Hearings aus. Ab diesem Zeitpunkt war die gesamte Generalversammlung des Trägervereins der Diagonale in den Entscheidungsprozess eingebunden: Dagmar Streicher (Obfrau) und Johannes Rosenberger (Obmann) sowie Andrea Maria Dusl, Gustav Ernst, Mathias Forberg, Ernst Kieninger, Gabriele Kranzelbinder, Walter Mika und Thomas Angermair (Syndikus ohne Stimmrecht).

Sämtliche Bewerber*innen stammten aus Österreich und Deutschland. Das aktuelle Intendantenduo hat sich nicht um eine Verlängerung beworben.

Die Diagonale’23 findet vom 21. bis 26. März statt und wird die letzte von Sebastian Höglinger und Peter Schernhuber sein. Sie werden der Diagonale von 2015 bis 2023 vorgestanden sein. Die designierten Festivalintendant*innen Claudia Slanar und Dominik Kamalzadeh nehmen ihre Arbeit im Juni 2023 auf, um ihre erste Festivaledition im März 2024 vorzubereiten. Bereits seit 2015 gehört die designierte Co-Leiterin Claudia Slanar der Auswahlkommission für den Filmwettbewerb der Diagonale im Bereich Innovatives Kino an. Sie bleibt dem Festival bis zur Diagonale’23 in dieser Funktion erhalten.

Info: Die Webseite der Diagonale