Monat: Dezember 2021

mister-karl-2008-mayer-kritik

MISTER KARL

Mit Mister Karl hat sich Regisseur Kurt Mayer für einen klassischen Ansatz entschieden, der sich in diesem Fall als hervorragende Lösung erweist. Ein klassischer Ansatz und eine elliptische Struktur, die vor allem darauf abzielt, das Publikum zu bewegen und eine Hommage an den berühmten Karlheinz Böhm, seine Karriere und seine außergewöhnliche Großzügigkeit zu schaffen.

vilma-degischer-edle-eleganz-cinema-austriaco

VILMA DEGISCHER – EDLE ELEGANZ

Dass die Figur der Erzherzogin Sophie, der schlimmste Albtraum der jungen Sissi/Romy Schneider, so ikonisch und unvergesslich geworden ist, liegt vor allem an der hervorragenden Vilma Degischer, die sich (auch) durch ihr edles und scheinbar strenges Auftreten als perfekte Darstellerin für die Mutter von Kaiser Franz Joseph erwies.

prater-2007-ottinger-kritik

PRATER

Ulrike Ottingers Prater ist eine Achterbahnfahrt, eine Fahrt auf vielen Karussells, ein wahres Seherlebnis. Vergangenheit und Gegenwart treffen aufeinander, „kollidieren“ und verschmelzen zu einer einzigen Realität.

geschichten-aus-dem-wienerwald-1979-schell-kritik

GESCHICHTEN AUS DEM WIENERWALD

Geschichten aus dem Wienerwald spielt in den frühen 1930er Jahren, erzählt aber eine Geschichte, die auch heute oder sogar morgen passieren könnte. Zwei Schauspieler führen das Publikum in die Ereignisse der Protagonisten in den Gärten des Belvedere ein. Die Kamera von Maximilian Schell zeigt dann einen Mann, der uns den Rücken zuwendet, während die Sonne untergeht. Dieses Bild wird im Laufe des Films immer wieder auftauchen, zusammen mit zahlreichen Totalen und Panoramaaufnahmen, die notwendig sind, um eine gewisse Distanz zu wahren.

hilfe-ich-hab-meine-freunde-geschrumpft-2021-henman-kritik

HILFE, ICH HAB MEINE FREUNDE GESCHRUMPFT

Hilfe, ich hab meine Freunde geschrumpft ist eindeutig vom Kultfilm Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft inspiriert. Aber wenn die Nostalgiker dieses Films – wie auch der glorreichen achtziger Jahre – hoffen, die gleichen Gefühle wieder zu erleben, die sie beim Anschauen von Joe Johnstons Film empfunden haben, werden ihre Erwartungen unweigerlich enttäuscht werden.

amos-vogel-der-subversive-film-cinema-austriaco

AMOS VOGEL – DER „SUBVERSIVE“ FILM

Der Filmkritiker, Kurator und Filmhistoriker Amos Vogel wäre am 18. April 2021 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass hat das Österreichische Filmmuseum in Zusammenarbeit mit der Viennale die Retrospektive Amos Vogel – Film as a subversive Art kuratiert, die ihren Titel dem gleichnamigen Buch des Autors aus dem Jahr 1974 entlehnt. Das Kino, das er erforschte, galt als „anders“ und wurde von Filmemachern gemacht, die sich vom Diktat der großen Produktionsfirmen „befreien“ wollten und die kaum die Aufmerksamkeit, die sie verdienten, bekommen hätten.