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DONAUBALLADE

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von Verschiedene Autoren

Note: 7.5

Poetische Bilder von Touristen, die sich an Bord eines Bootes unterhalten und sonnen, riesige Grünflächen, Dorfbewohner, die ihren täglichen Geschäften nachgehen, und eine sorgfältig gestaltete pastellfarbene Beleuchtung sind die wahren Markenzeichen von Donauballade, wie von den meisten touristischen Dokumentarfilmen, die in diesen Jahren entstanden sind.

An der schönen blauen Donau

Die Umgebung von Wien. Das Burgenland. Die Wachau. Die vielen Kirchen und Abteien und die malerischen Dörfer. Und dann, ganz einfach, die Donau. Die Donau, die durch all diese Orte fließt, ruhig und friedlich. Die Donau, die zusammen mit den Stränden an ihren Ufern den Besuchern jedes Jahr zahlreiche Momente der Entspannung bietet. Die Donau, auf der jeden Tag Boote voller Touristen fahren, die nur die Schönheit und die Geheimnisse der Orte entdecken wollen. Viele Dokumentarfilme heben die Bedeutung dieser Orte hervor. Und in dieser Hinsicht ist Donauballade – 1956 entstanden und kürzlich vom Filmarchiv Austria anlässlich der Retrospektive Kino auf Sommerfrische präsentiert – einer der faszinierendsten touristischen Dokumentarfilme, die bisher entstanden sind.

Leider sind heute nur noch wenige Ausschnitte von Donauballade erhalten. Und doch schafft es das, was übrig bleibt, die Vorstellung von dem wiederzugeben, was ursprünglich kommuniziert werden sollte, von einem kleinen, wertvollen Dokumentarfilm, der mit Blick auf die Förderung des Tourismus konzipiert wurde. Und vor allem zwischen den 1950er und 1960er Jahren wurden Dokumentarfilme dieser Art – die alle eher kurz waren und vor einer Filmvorführung gezeigt wurden – in Hülle und Fülle produziert.

Die Entstehung von Donauballade lässt sich also auf diesen besonderen historischen Moment zurückführen, in dem es darum ging, die Schönheit Österreichs hervorzuheben. Interessant ist jedoch, wie jedem Film ein bestimmter Charakter verliehen wurde. Und, in diesem Fall, eine Off-Stimme, die beschreibt, was die Kamera zuvor gefilmt hatte, machte sich oft einen Spaß daraus, eine Art geheimnisvolle Aura um die Monumente zu schaffen, was dem Dokumentarfilm fast den Charakter eines Krimis verleiht und an die Neugier des Zuschauers appelliert, der begierig darauf ist, herauszufinden, welche Geheimnisse und Legenden die gezeigten Orte betreffen.

Gleichzeitig sind poetische Bilder von plaudernden und sonnenbadenden Touristen an Bord eines Bootes, riesige Grünflächen, Dorfbewohner, die ihren täglichen Geschäften nachgehen, und eine sorgfältige, pastellfarbene Beleuchtung die wahren Markenzeichen von Donauballade, wie von den meisten touristischen Dokumentarfilmen, die in diesen Jahren entstanden sind.

Diese Bilder werden sofort zu wertvollen Zeugen einer vergangenen Zeit, in der die Folgen des Krieges noch stark zu spüren waren, in der aber gleichzeitig der Wunsch nach einem Neubeginn noch stärker war als zuvor. Eine Zeit, in der sich endlich ein gewisser Wohlstand einstellte und in der die Menschen viel neugieriger und offener gegenüber Neuem waren. Die zahlreichen Kunst- und Filmbewegungen, die in diesen Jahren entstanden, sind ein Beweis dafür. Aber das ist natürlich eine andere Geschichte.

Titel: Donauballade
Regie: Verschiedene Autoren
Land/Jahr: Österreich / 1956
Laufzeit: 5’
Genre: Dokumentarfilm
Buch: Verschiedene Autoren
Kamera: Verschiedene Autoren
Produktion: Verschiedene Autoren

Info: Die Webseite des Filmarchiv Austria