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AUF WIEDERSEHEN IN SALZBURG

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von Verschiedene Autoren

Note: 7

Unter den zahlreichen touristischen Dokumentarfilmen, die im Laufe der Jahre entstanden sind, ist vor allem Auf Wiedersehen in Salzburg aus dem Jahr 1958 hervorzuheben, der mehr und mehr Touristen in die „Stadt der Träume“ locken sollte.

Ein Ausflug nach…

Salzburg. Die Heimat von Mozart. Die Heimat von Österreichs wichtigstem Musikfestival. Die Schatztruhe mit einem unschätzbaren historischen und künstlerischen Erbe. Und vor allem ein echtes architektonisches Juwel im Herzen Europas. Unter den vielen touristischen Dokumentarfilmen, die im Laufe der Jahre entstanden sind, ist vor allem Auf Wiedersehen in Salzburg aus dem Jahr 1958 hervorzuheben, der eine wachsende Zahl von Touristen in die „Stadt der Träume“ locken sollte.

Und so beginnen wir mit stimmungsvollen Panoramaaufnahmen auf den Mirabellgarten, die Dächer der Stadt, das Kongresspalais, die Universitätskirche und die alte Bahn, bevor wir an einem sonnigen Frühlingsnachmittag zum Volksgarten und einer Bootsfahrt weiterziehen. Auf Wiedersehen in Salzburg – kürzlich vom Filmarchiv Austria anlässlich der Online-Retrospektive Kino auf Sommerfrische dem Publikum präsentiert – gehört zu einer großen Reihe von Touristenfilmen, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Österreich entstanden sind.

Tatsächlich hatte der schreckliche Krieg, der gerade zu Ende gegangen war, die ganze Welt schockiert und jeder wollte noch stärker als zuvor wieder anfangen. Welchen besseren Anlass könnte es geben, sich vor allem mit dem Tourismus zu beschäftigen, mit all dem Potenzial, das ein Land wie Österreich zu bieten hat? So entstanden zahlreiche touristische Dokumentarfilme, alle mit dem gleichen Ansatz wie Auf Wiedersehen in Salzburg.

Und obwohl all diese kleinen Filme – die in der Regel vor einer Filmvorführung gezeigt wurden (so wie früher die Wochenschauen) – einander sehr ähnlich sind, können wir nicht umhin, in ihnen eine gewisse Lyrik zu erkennen.

Das liegt wohl an der charakteristischen pastellfarbenen Beleuchtung (typisch für Agfa-Filme), sowie an der besonderen Atmosphäre, die einige Jahrzehnte später noch mehr Charme zu bekommen scheint. Es sind also Bilder einer Ära der Wiedergeburt. Bilder aus einer Zeit, in der die Folgen einer der dramatischsten Perioden des letzten Jahrhunderts noch stark zu spüren waren. Bilder einer Epoche, in der die Menschen mit Stolz und Würde endlich langsam wieder Besitz vom Leben und all seinen Möglichkeiten ergriffen.

Das macht Auf Wiedersehen in Salzburg zu einem wertvollen kleinen Dokumentarfilm. All dies, zusammen mit stimmungsvollen Bildern der Stadt und einem Ende, an dem wir das magische Salzburg bei Sonnenuntergang sehen, macht diesen interessanten Film noch faszinierender. Ein Bild von einer kleinen Realität im Herzen Österreichs, von der man es nicht erwarten kann, Teil zu sein.

Titel: Auf Wiedersehen in Salzburg
Regie: Verschiedene Autoren
Land/Jahr: Österreich / 1958
Laufzeit: 5’
Genre: Dokumentarfilm
Buch: Verschiedene Autoren
Kamera: Verschiedene Autoren
Produktion: Verschiedene Autoren

Info: Die Webseite des Filmarchiv Austria