Monat: August 2020

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DIE BESTE ALLER WELTEN

Es ist kein Zufall, dass der Spielfilm Die beste aller Welten ein großer Publikumserfolg ist. Das liegt an einem geschickten Regieansatz und vor allem an zwei perfekten Protagonisten, die sich in der kalten Salzburger Vorstadt nicht mehr wohlfühlen, aber einfach glücklich sind, zusammen zu sein. Das Ergebnis ist ein nostalgischer Blick auf die Kindheit, als man noch zu jung war, um die Hässlichkeit der Erwachsenenwelt zu verstehen.

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ZALESIE

In Zalesie konzentriert sich die Regisseurin auf die Macht der Bilder. Und während zu Beginn des Kurzfilms das Bild der jungen Protagonistin, die auf einem Flussbett liegend damit spielt, unter Wasser die Luft anzuhalten, sofort an die von John Everett Millais gemalte Ophelia von William Shakespeare erinnert, erinnert die Großartigkeit der Landschaft mit ihrer üppigen Vegetation und ihren Wasserläufen ans Kino von Andrej Tarkovskij und sein Meisterwerk Iwans Kindheit.

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BLUE MOON

In Blue Moon sehen wir eine zarte Liebesgeschichte mit Krimi- und Roadmovie-Anklängen, in der zwei Kulturen und zwei unterschiedliche Welten – Ost und West – aufeinandertreffen und langsam entdecken, dass sie viel mehr gemeinsam haben, als es zunächst scheint.

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FUTURE BABY

Future Baby zielt nicht darauf ab, präzise Antworten zu geben. Und ebenso werden die heiklen moralischen Fragen, die aufgeworfen werden könnten, nie wirklich erforscht. Eine solche Wahl ist mehr als begrüßenswert, denn Regisseurin Maria Arlamovsky wollte sich vor allem auf die Gefühle der Charaktere und den Fortschritt der medizinischen und wissenschaftlichen Forschung konzentrieren.

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BUDAPEST

Wenn man sich der dramatischen Situation bewusst ist, die durch den Krieg in der ganzen Welt entstanden war, hat man beim Betrachten eines Dokumentarfilms wie Budapest fast den Eindruck, einen unwirklichen und nicht sehr realitätsgetreuen Film anzuschauen, der aber wegen seiner Zweideutigkeit besonders faszinierend ist.

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DER NEUE ÖSTERREICHISCHE FILM

Es gibt kein genaues Datum, um den Beginn der Bewegung des Neuen Österreichischen Films zu markieren, aber es kann leicht im Allgemeinen als eine neue Art des Verständnisses von Filmemachen gelesen werden. Das Ergebnis ist eine Reihe von abendfüllenden Filmen mit ausgeprägterer Autorenschaft, in denen auch Themen behandelt werden, die insgesamt als „unbequem“ gelten.

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DAS MANIFEST

Antonis Lepeniotis hat in Das Manifest durch einen minimalistischen Regieansatz eine Welt inszeniert, in der es keine Rücksicht auf den Menschen und seine Freiheit gibt. Eine Welt, in der die Polizei die Kontrolle über alles hat. Eine Welt, in der es scheinbar keine Hoffnung auf eine bessere Zukunft gibt und in der man sich in einem Teufelskreis eingeschlossen fühlt.