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ENCOUNTERS – AUCH ÖSTERREICH WIRD IN DER NEUEN REIHE DER BERLINALE PRÄSENT SEIN

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Ab der nächsten 70. Edition wird die Berlinale eine neue, wichtige Reihe haben. Sie heißt „Encounters“ und hat das Ziel, neue Filmsprachen in den Mittelpunkt zu stellen. Und anlässlich der 70. Berlinale wird auch ein österreichischer Spielfilm in dieser neuen Reihe präsent sein.

Neue Welten zu entdecken

Die Berlinale ist eines der ältesten und renommiertesten Filmfestivals der Welt und präsentiert eine große Auswahl an Filmen. So groß, dass es unmöglich ist, alle Filme anzusehen. Trotzdem hat sich die Berlinale ab der 70. Edition eine neue, wichtige Reihe überlegt. Sie heißt Encounters und soll mit der Zeit gehen, indem sie sich auf neue Filmsprachen konzentriert. Aber wovon sprechen wir, wenn wir über Encounters schreiben?

Wie von der Berlinale selbst angekündigt, ist Encounters eine Reihe, die ästhetisch und strukturell mutige Werke unabhängiger und innovativer Filmemacher fördern will. Ziel ist es, neue Perspektiven des Filmemachens zu unterstützen und unterschiedlichen erzählerischen und dokumentarischen Formen mehr Raum innerhalb der wertvollen Berliner Auswahl zu geben.

Konzipiert als Kontrapunkt und Ergänzung zum Wettbewerb, ist Encounters eine Wettbewerbssektion, die experimentellen Filmen gewidmet ist. Als Spiegel der verschiedenen Filmsprachen, die sich im 21. Jahrhundert entwickelt haben, und als Spiegel dieser lebendigen Energie wird Encounters zu einem Treffpunkt für Regisseure und Produzenten, Veranstalter und Filmkritiker, Cinephile und Festivalbesucher gleichermaßen.

Ohne ein bestimmtes Genre zu bevorzugen, umfasst Encounters etwa 15 Werke – Welt- oder internationale Premieren von Spiel- oder Dokumentarfilmen, die mindestens 60 Minuten dauern. Eine drei Mitglieder umfassende Jury wird den besten Film und die beste Regie auswählen und einen Sonderpreis der Jury vergeben. Kurz gesagt: Eine der wichtigsten und innovativsten Reihen des Festivals zusammen mit dem Wettbewerb und der experimentellen Reihe Forum.

Und Österreich? Anlässlich der 70. Berlinale wurde in dieser neuen Reihe auch ein österreichischer Spielfilm ausgewählt: The Trouble with being born (Die Last geboren zu sein) von der jungen Sandra Wollner. Ein Film, der schon beim ersten Lesen der Synopsis sehr spannend zu werden verspricht. Die Protagonistin ist die junge Elli, ein Androide, der mit einem Mann zusammenlebt, den sie Vater nennt. Aber offensichtlich scheint das geschaffene Equilibrium nicht dazu bestimmt zu sein, ewig zu halten.

Und wenn anlässlich der Viennale 2019 der interessante Dokumentarfilm Robolove von Maria Arlamovsky sehr erfolgreich war, werden wir nun einen Spielfilm sehen können, der sich mit einem sehr ähnlichen und unglaublich zeitgemäßen Thema beschäftigt. Ebenfalls aus einem Österreich, das stets mutig und fortschrittlich ist, was die Filmproduktion betrifft.

Wir wünschen der Regisseurin Sandra Wollner viel Glück und müssen uns noch etwa einen Monat gedulden, um herauszufinden, was die neue Reihe Encounters zu bieten hat. Und wir sind sicher, dass sie uns große Freude bereiten wird.

Info: Die Seite von Encounters auf der Webseite der Berlinale