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BERLINALE 2019

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Die letzte Edition der Ära Kosslick

Jetzt geht’s los. Auch in diesem Jahr, wie in jedesm Jahr, präsentierte die Berlinale, jetzt in ihrer 69. Edition, eines der reichhaltigsten Angebote im weltweiten Festivalpanorama. Und wie immer ist es Österreich auch bei der Berlinale 2019 gelungen, sich innerhalb der zahlreichen anwesenden Reihen einen sehr würdigen Raum zu schaffen.

Diese Edition ist für die Geschichte des Festivals besonders bedeutsam, denn in diesem Jahr geht die so genannte „Ära Kosslick“ zu Ende, in der Dieter Kosslick viele Jahre als künstlerischer Leiter tätig war. Eine echte Übergangsausgabe also, wenn man daran denkt, dass es ab dem nächsten Jahr wahrscheinlich ganz anders sein wird. Solche wichtigen Veränderungen haben sich darüber hinaus zwangsläufig auf die Qualität der ausgewählten Filme ausgewirkt, die wiederum, von einigen (sporadischen) Ausnahmen abgesehen, viel zu wünschen übrig ließen, wenn man bedenkt, dass jeder von ihnen für den Wettbewerb um den begehrten Goldenen Bären ausgewählt wurde.

Und doch gibt es neben einem eher wackeligen Wettbewerb wie immer auch die zahlreichen Nebenreihen, die jedes Mal für interessante Überraschungen sorgen.

Was Österreich und seine Produktionen betrifft, so finden wir im Rahmen des offiziellen Wettbewerbs Der Boden unter den Füßen (The Ground beneath my Feet), das jüngste Werk der Regisseurin Marie Kreutzer, die diesmal die Geschichte einer jungen Frau inszeniert hat, die durch ihren Superjob gestresst ist und die mit aller Kraft versucht, die Beziehung zu ihrer älteren Schwester zu pflegen.

Was die Nebenreihen anbelangt, so ist innerhalb der Perspektive deutsches Kino vor allem der mittellange Film Fisch lernt fliegen (Fish takes off) interessant, die erste Regiearbeit des in Österreich geborenen, aber in Deutschland aufgewachsenen Schauspielers Deniz Cooper.

Besonders hervorzuheben ist die Reihe Forum, die experimentellste des gesamten Festivals, in der dieses Jahr drei österreichische Spielfilme gezeigt werden: Heimat ist ein Raum aus Zeit (Heimat is a Space in Time) unter der Regie des deutschen Dokumentarfilmers Thomas Heise, der durch den Fund von Fotos, Briefen und Zeitdokumenten die Geschichte Österreichs und Deutschlands durch die Geschichte seiner eigenen Familie inszeniert hat; Die Kinder der Toten (The Children of the Dead), inszeniert von den jungen Regisseuren Kelly Copper und Pavol Liska nach dem gleichnamigen Roman von Elfriede Jelinek – und schließlich der wichtige (und ziemlich dringende) Film Erde (Earth), das letzte Werk des berühmten österreichischen Dokumentarfilmers Nikolaus Geyrhalter, das erneut die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt in den Mittelpunkt stellt, auf einer langen Reise von einem Kontinent zum anderen.

Und auch diesmal hatte die Berlinale viel, sehr viel zu bieten. Auch in diesem Jahr (und trotz des oben erwähnten Wettbewerbs) hat sie sich als eines der einladendsten und am besten organisierten Festivals bestätigt, mit einem Ort (dem historischen Marlene Dietrich Platz), der den Akkreditierten das Gefühl vermittelt, sich auf einer kleinen glücklichen Insel zu befinden.

Im Folgenden finden Sie die Spielfilme, die bei dieser 69. Berlinale präsentiert wurden.

Info: Die Webseite der Berlinale 2019